Schüleraustausch - Wenn Schüler die Welt entdecken...

Ein Auslandsaufenthalt auch als Schüleraustausch macht sich nicht nur im Lebenslauf gut, es hilft auch, seine sprachlichen Fähigkeiten zu verbessern


Ein Jahr im Ausland. Ein Traum vieler Schüler und Schülerinnen an deutschen Schulen. Das beliebteste Austausch-Land sind die USA. Knapp 80 Prozent der Austauschwilligen geben Nordamerika im Fragebogen an. Aber auch asiatische Länder, Australien sowie Neuseeland wecken den Traum vieler Teenager, die Welt zu entdecken. Denn nicht nur die Neugier auf ein anderes Land ist groß, sondern auch der Wille, seine sprachlichen Fähigkeiten zu verfeinern.

Was bringt ein Jahr im Ausland?
Die Austausch-Schüler kehren oftmals mit einer sehr viel größeren Selbstständigkeit in die Heimat zurück. Wer zum ersten Mal das gewohnte Umfeld verlässt und dabei auf sich allein gestellt ist, wird schnell erwachsen. Diskussionen lassen sich genauso wie Haushaltsarbeit allein meistern und aufopfernde Mütter werden nach der Heimkehr ignoriert. Seien Sie sich bewusst, dass ihr Kind durch einen Schüleraustausch neue Eindrücke gewinnt und sich weiterentwickelt. Des Weiteren wird natürlich der Anreiz Nr. 1, die Fremdsprache, gefördert. Nach einem Jahr im Ausland kann der Schüler meist die jeweilige Sprache fließend, ohne grammatikalische oder vokabuläre Probleme sprechen. Eine, oder mehrere Fremdsprachen sind in der späteren Berufswelt enorm von Vorteil und ein Jahr im Ausland sieht in jedem Lebenslauf gut aus.

Das Jahr im Ausland kostet...
In Deutschland kümmern sich rund 50 Austauschorganisationen um einen Schüleraustausch. Doch bei der Auswahl sollten Sie vorsichtig sein. Die verschiedenen Angebote unterstehen keiner Kontrollpflicht. So klaffen bei einzelnen Angeboten die Beiträge oftmals auch preislich weit auseinander. Ein Jahr im Ausland kann zwischen 3.800 und 7.500 Euro kosten. Günstige Angebote sind nur auf den ersten Blick billig. Meist sind hier noch nicht die Flüge und Versicherungen in das Angebot eingerechnet, welche einen Großteil der Summe überhaupt erst ausmachen.

Gastfamilie
Zwar unterliegen die deutschen Austauschorganisationen keiner Kontrolle, doch bemüht man sich im Austausch mit den Vereinen vor Ort einige Kriterien in der Auswahl der Gastfamilien einzuhalten. Hinzu kommt, andere Länder – andere Sitten. Der Komfort, den man von zu Hause kennt, muss in einem anderen Land nicht unbedingt gegeben sein. Handelt es sich aber um einen verwahrlosten Haushalt, psychisch labile Gasteltern oder kommt es gar zu handgreiflichen Auseinandersetzungen, muss umgehend die Familie gewechselt werden. Der Austauschschüler sollte in einem solchen Fall direkt Kontakt mit der Austauschorganisation aufnehmen und um einen Familienwechsel bitten. Auch wenn es einem unbehaglich erscheint, andere Menschen bloß zu stellen, sollten eigene Gesundheit und Wohlbefinden im Vordergrund stehen.