Schulverweigerung - kein Bock mehr auf Schule!

Eine Schulverweigerung kann viele Gründe haben, die sich in dem Grad der Schwere nicht immer leicht unterscheiden lassen. Mobbing, Unter- bzw. Überforderung oder familiäre Probleme können zum Schulschwänzen führen.


Schulverweigerung ist ein ernstes Problem und darf nicht akzeptiert werden. In vielen Schulen gehört es mittlerweile zum traurigen Schulalltag. Immer mehr Kinder verweigern die Teilnahme am Unterricht. Dies ist nicht nur gesetzlich bedenklich, da Kinder einer Schulpflicht unterliegen, sondern kann auch Auswirkungen auf das spätere Leben haben. Kinder brauchen einen guten Abschluss, um es bei der Berufswahl leichter zu haben.

 

Wenn Ihr Kind nun aber nicht mehr die Schule besuchen möchte, sollten Sie nach den Ursachen für dieses Verhalten suchen und nicht mit Hausarrest drohen.

Die drei Hauptgründe für Schulschwänzen

1. Wenn in der Schule "irgendetwas nicht stimmt", sodass ein Kind nicht in die Schule gehen will und deshalb schwänzt. Erpressung kann ein möglicher Grund sein oder dass ein Kind von einem oder mehreren Mitschülern tyrannisiert wird.

2. Wenn ein Kind im Schulunterricht entweder überfordert ist und den Unterrichtsstoff nicht bewältigen kann oder sich unterfordert fühlt, langweilt und die Lust verliert.

3. Wenn ein Kind Sorgen hat, deren Gründe im außerschulischen Bereich liegen, wie zum Beispiel die Trennung oder Scheidung der Eltern, sodass es die Schule verweigert.

Ausschluss vom Unterricht und Schulverweis
Wenn Kinder Probleme in der Schule haben und in ihrem Verhalten auffällig werden, kann die Schule sie vorübergehend vom Unterricht ausschließen. Eltern sollten in diesem Fall umgehend telefonisch benachrichtigt werden und darüber hinaus auch noch eine schriftliche Benachrichtigung erhalten, um gegebenenfalls Widerspruch einlegen zu können. Das vom Unterricht ausgeschlossene Kind sollte die Chance erhalten, den Schulstoff zu Hause allein lernen zu können, um den Anschluss an die Schulklasse nicht zu verpassen.

Das letzte Mittel bei Schulverweigerung
Als" letztes Mittel" ist der endgültige Schulverweis zu betrachten. Er sollte erst dann ausgesprochen werden, "wenn alle Stricke gerissen" und mehrfache Versuche der Besserung gescheitert sind. Auch hier müssen Eltern wieder die Möglichkeit haben, Widerspruch einlegen zu können.

Dass Eltern auf ihre Kinder achten und sich um sie kümmern, ist selbstverständlich. Schließlich sind sie für ihre Kinder verantwortlich. Ernsthaft besorgte Eltern sollten ihrer Erziehungspflicht während eines Schulausschlusses besonders intensiv nachkommen, weil für das Kind die Gefahr, dass es sich weiteren Ärger auflädt oder sogar in schlechte Gesellschaft gerät, dann besonders groß ist.

 

 

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