Schulwechsel ans Gymnasium - Tipps für Eltern

Ein Schulwechsel ans Gymnasium ist der Beginn eines neuen Abschnitts für Kinder und Eltern, denn Lernen und Hausaufgaben nehmen nun mehr Zeit in Anspruch und erfordern einiges an Disziplin


Bald ist es wieder soweit: Die Zeit der großen Sommerferien ist gekommen und danach beginnt für die Schüler ein neuer Abschnitt. Entweder steht die Versetzung in die nächste Schulklasse oder gar ein Wechsel von der Grundschule auf eine weiterführende Schule an. Das ist ein großer Schritt – sowohl für die Kinder, als auch für die Eltern. Denn der Schulwechsel ans Gymnasium oder die Realschule bedeutet für beide Seiten eine große Umstellung. Die tägliche Unterrichtszeit ist länger, die Anforderungen schwieriger und der Lernstoff nimmt größere Dimensionen an. Auch die Zeit, die die Hausaufgaben und Lerneinheiten in Anspruch nehmen werden, vergrößert sich. Die Kinder haben weniger Freizeit als vorher und benötigen mehr Disziplin um alles zu schaffen. Außerdem stellt sich die Frage, ob ein Schulwechsel ans Gymnasium oder eine Realschule für Ihr Kind das Beste ist. Bedenken Sie, dass der Schulwechsel ans Gymnasium nicht immer für jedes Kind die beste Möglichkeit ist. Lassen Sie sich bei Ihrer Entscheidung unbedingt von den Lehrern beraten, denn die kennen Stärken und Schwächen Ihrer Kinder und können Sie bestens bei der Entscheidung unterstützen.

Sie haben sich für das Gymnasium entschieden

  • Das Gymnasium unterscheidet sich in den ersten Jahren nicht wesentlich von einer Realschule. In beiden Schulzweigen muss erst mal der erlernte Stoff aus der Grundschule gefestigt und weiter ausgebaut werden. Das ist die Phase, in der es für die Eltern auch noch kein Problem darstellt, ihre Kinder beim Lernen und den Hausaufgaben zu unterstützen. Es ist auch die Zeit, um eventuelle Schwächen Ihrer Kinder zu erkennen und dagegen anzugehen.
  • Wo früher Nachhilfe noch verpönt war, hilft sie den Kindern heute bereits in den ersten Jahren dabei logische Fehler zu verhindern und das Wissen zu festigen.
  • Achten Sie außerdem darauf, dass die Kinder regelmäßig ihre Hausaufgaben machen, kontrollieren Sie diese immer auf ihre Richtigkeit – und auch auf die Sauberkeit des Schriftbildes. Was in frühen Jahren geübt wird, stellt später kein Problem mehr dar. Gehen Sie auf Ängste und Sorgen Ihrer Kinder vor dem Schulwechsel ans Gymnasium ein und nehmen Sie sie ernst.

Ab der achten Klasse merkt man die Unterschiede

  • Ungefähr ab der achten Klasse wird der Unterschied zwischen einem Wechsel ans Gymnasium oder einer Realschule deutlich. In der Realschule werden die Kinder schon auf die Berufswahl vorbereitet, indem Sie vermehrt Praktika durchführen und das Belegen von berufsorientierten Kursen angeboten wird. Schließlich ist hier die Schule nach der 10. Klasse beendet.
  • Auf dem Gymnasium hingegen macht man zwar auch Praktika, jedoch wird hier zusätzlich das Augenmerk vermehrt auf Sprachen und wissenschaftliche Themen gelegt. Auch eine Spezialisierung auf Kunst, Musik oder Sport ist möglich, um später dementsprechend zu studieren.
  • Es ist jedoch nicht zwangsläufig notwendig das Abitur nur dann zu machen, wenn man anschließend studieren will – inzwischen ist das Abitur auch für so manchen Ausbildungsberuf von Vorteil.