Bei der Schuppenrose, auch als Röschenflechte, oder medizinisch Pityriasis rosea bezeichnet, handelt es sich um eine entzündliche Hauterkrankung, die zwar unangenehm aber äußerst harmlos ist. Sie tritt spontan, meist in den kalten Wintermonaten, auf und beschränkt sich auf den Rumpf des Körpers. Betroffene sind überwiegend Jugendliche und junge Erwachsene bis zum Alter von 35.
Ursachen unbekannt
Bislang konnte kein Erreger wissenschaftlich nachgewiesen werden, jedoch vermutet man einen Virus hinter der Erkrankung. Eine Schuppenrose ist nicht ansteckend und auch in der Schwangerschaft besteht keine Gefahr für das Ungeborene. Wer einmal an daran erkrankt ist, ist für den Rest seines Lebens gegen eine Schuppenrose immun.
Anzeichen einer Schuppenrose
Eine Schuppenrose beginnt mit einer kreisrunden, etwa münzgroßen Entzündung am oberen Rumpf, die innen hell ist und sich an den Rändern schuppt. Mediziner nennen dieses Anfangssymptom auch Colerette, da es entfernte Ähnlichkeit mit einer Halskrause besitzt. Im weiteren Verlauf zeigen sich immer mehr Entzündungen, die eine ovale Form haben und stark jucken. Ganz typisch ist die Verteilung der roten Stellen; sie treten vor allem an Hautstellen auf, die von Kleidung bedeckt ist sowie entlang der Hautlinien. Charakteristisch für eine Schuppenrose ist auch, dass sich die Beschwerden verschlimmern, sobald die Haut gereizt wird. Schwitzt oder badet der Betroffene etwa, treten immer mehr rote Stellen auf, die Färbung wird intensiver und der Juckreiz nimmt zu. Zudem schwellen die Entzündungsherde an und beginnen zu nässen.
Diagnose: Abgrenzung zu anderen Hautkrankheiten
Außer dem erfahrenen Blick des Hautarztes besteht keine andere Methode, die Diagnose zu sichern. Er wird sich die entzündeten Stellen genau ansehen und deren Verteilung genau überprüfen, um andere Hauterkrankungen auszuschließen. Bei Kindern kann das Erscheinungsbild einer Schuppenrose auch einem Pilzbefall ähneln. Bei Erwachsenen sollte man außer einer Schuppenrose auch an eine Schuppenflechte oder die Folgen der Geschlechtskrankheit Syphilis denken.
Behandlung
Ziel der Behandlung ist es die Beschwerden, also den starken Juckreiz und die Entzündungen zu lindern. Hierzu haben sich Kortisonpräparate (Glukokortikoide) bewährt, die in Form einer Salbe auf die entzündeten Stellen aufgetragen werden. In schweren Fällen kann das Kortison auch – gering dosiert – eingenommen werden. Zusätzlich wird ein Antihistamin verschrieben, um dem Juckreiz, der besonders in den Abendstunden unerträglich scheint, entgegenzuwirken.
Unterstützend können alternativheilkundliche Verfahren eingesetzt werden, die das Immunsystem stärken, auch verschiedene Pflanzen haben sich bewährt. Hier sollte einfach ausprobiert werden, was einem persönlich am besten hilft.
Zusätzlich zur eigentlichen Therapie sollte die Haut möglichst geschont werden. Das heißt, kein schweißtreibender Sport, keine enge Kleidung aus Kunstfasern oder lange heiße Bäder. Nachdem der Körper geduscht oder gebadet wurde, sollte die Haut mit einer stark fettenden Feuchtigkeitspflege versorgt werden.
Wird die Schuppenrose behandelt, verschwinden die Symptome nach spätestens zwei Wochen, erfolgt keine Therapie heilt die Krankheit nach etwa 2 Monaten aus.