Schutz für die Augen: Sonnenbrille als Sonnenfilter

Eine Sonnenbrille ist nicht nur modisches Accessoire, sondern auch unerlässlicher Sonnenschutz und Sonnenfilter für die Augen. Die Gläser sind jedoch nicht alle gleich gut.


Sie ist wohl das beliebteste Accessoire der Promis und im Sommer ein nicht wegzudenkendes Grundelement eines jeden Outfits – die Sonnenbrille. Ob groß, klein, rund, eckig, schwarz, weiß oder farbig, die Vielfalt kennt keine Grenzen. Dabei dient die Sonnenbrille nicht nur dem modischen Zweck, sondern auch der Sonnenschutz vor dem sichtbaren blauen Sonnenlicht sowie augenschädlichen UV-A, -B und -C Strahlen.

Normierung
Laut der EG-Richtlinie 89/686/EWG sind Sonnenbrillen als persönliche Schutzausrüstung zu sehen. Sie lassen sich bei Berufen finden, in denen Menschen täglich der Sonne ausgesetzt sind, wie Straßenbauarbeiter oder Schwimmmeister. Laut des in der EU gültigen Arbeitsschutzgesetzes müssen Arbeitgeber diese Sonnenbrillen stellen.

Sonnenfilter
Diese unterliegen einer bestimmten Norm, den DIN und werden in fünf Klassen unterteilt.
Die Erste, unter der auch normale Brillen fallen, ist die Kategorie null. Diese Brillen sind farblos bis sehr leicht getönt und lassen das Licht bis zu 100 Prozent durch. Unter Kategorie eins fallen leicht getönte Sonnenbrillen, die bis zu 80 Prozent Licht durchlassen. Mittelstark getönte Gläser sind in der zweiten Kategorie zu finden und halten bis zu 57 Prozent Sonnenlicht ab. 82 Prozent Sonnenlicht blockt eine Sonnenbrille der Kategorie drei. Sehr dunkel getönte Brillen lassen sich in der vierten Kategorie finden. Diese lassen lediglich 8 Prozent Sonnenlicht durch. Außerhalb dieser Normierung lassen sich Brillen finden, die sich auch Gletscherbrillen nennen. Diese sind besonders dunkel und halten bis zu 97 Prozent Sonnenlicht ab. Im öffentlichen Straßenverkehr muss jedoch beachtet werden, dass lediglich Sonnenbrillen aus den Kategorien null bis drei getragen werden dürfen.

Glasfarbe
Sonnenbrillen sind in den verschiedensten Farben erhältlich. Aber nicht nur die Rahmen schmücken sich im bunten Design, auch die Gläser selbst gibt es in jeder erdenklichen Farbe, wobei diese nicht immer Sonnenschutz bieten. Am besten schützen braun getönte Gläser vor blauem Licht. Zudem verfälschen Sie die farbliche Umgebung am wenigsten. Blau getönte Gläser dagegen verfälschen die Farben sehr stark und sind für das Führen eines Kraftfahrzeuges nicht zu empfehlen.

Automatisch tönend – phototropes Glas
Für Menschen, die unter einer Sehschwäche leiden, kann es besonders nervenaufreibend sein, im Sommer dauernd die Brillen wechseln zu müssen. Doch das muss nicht sein, denn der Markt bietet auch Sonnenbrillen, die sich bei der UV-Einstrahlung von selbst tönen. Grund ist, dass sich in den Gläsern silberhalogenidhaltige Ausscheidungen befinden, die sich bei einer bestimmten UV-Einstrahlung transformieren. Zu empfehlen sind diese Art von Sonnenbrillen jedoch nicht für das Autofahren, denn da die Scheiben des Autos bereits als Sonnenfilter dienen und die UV-Strahlen abblocken, tönen sich die Gläser der Brille zu wenig.