Schutz vor Spyware: Industriespionage im Auftrag der Werbung

Nicht nur Viren richten Schäden an, auch sogenannte Spyware ist alles andere als angemehm.


Anfang 2000 entstand das Wort, das eine Kombination aus „spy“ (Spion) und „ware“ (Ware) darstellt, für jenes Programm, das bereits unzählige Internetnutzer genervt hat. Unter Spyware versteht man Programme, die meist von Unternehmen hergestellt wurden, um das Surfverhalten der Betroffenen ausspionieren. Ziel: Werbung direkt auf den Kunden zuschneiden und so noch mehr Einnahmen erzielen. Die Spionierprogramme sind mittlerweile auf einem so hohen technischen Niveau, dass sie kaum wieder loszuwerden sind. Damit sie sich gar nicht erst – unwissentlich – eine Spyware auf den Rechner holen, sollten Sie umfassende Schutzmaßnahmen ergreifen.

Welche Schäden kann Spyware anrichten?

Die Folgen einer Spyware sind zunächst nur eins: äußerst nervig. Zu Beginn sammelt das Programm Daten über Ihr Surfverhalten: Welche Seiten besuchen Sie oft, was bestellen Sie in Onlineshops, wo mieten Sie Ihr Auto? Anschließend werden diese Daten direkt an das Unternehmen geschickt, welches umgehend reagiert. Pop-ups, Favoriten, die plötzlich da sind oder neue Startseiten im Browser – all dies zielt darauf ab, Sie zum Kauf bestimmter Produkte zu bewegen. Diese Praxis ist zwar äußerst nervig aber nicht weiter besorgniserregend. Bedenklicher ist, dass Adware (Werbung) Sicherheitslücken verursachen kann, durch die wiederum gefährliche Viren Zutritt verschafft wird. Auch die Spyware-Untergruppe „Keylogger“ kann dramatische Auswirkungen haben, denn sie zeichnet alle Tastatureingaben auf und gelangt so an Passwörter fürs Onlinebanking oder Auktionshäuser.

Woran erkennen Sie, dass Sie betroffen sind?

Spyware läuft unbemerkt im Hintergrund ab, selbst wenn Sie den Windows Task Manager öffnen, wird es nicht angezeigt. Spezielle Programme können helfen, Spyware aufzuzeigen, aber auch ohne technische Hilfe gibt es einige Anzeigen, dass Sie sich Spyware eingefangen haben:

Untrügliche Zeichen:
1. In den Lesezeichen/Favoriten sind fremde Einträge
2. Firewall meldet Software, die auf das Internet zugreifen möchte
3. Der PC ist langsamer, Downloads sind langsamer
4. Es erscheinen Pop-ups, die mit dem Inhalt der von Ihnen besuchten Seite nichts zu tun haben
5. PC verbindet sich selbst mit dem Internet
6. Startseite des Browsers ändert sich selbstständig
7. Spyware-Warnung auf der Bildschirmoberfläche

Auch wenn Sie keines der Anzeichen bemerken, kann sich Spyware auf Ihrem Rechner verstecken.

Sinnvoller Spyware Schutz

Nutzen Sie aktuelle Virenprogramme und aktivieren Sie Ihre Firewall. Zudem sollten Sie Cookies nur in Ausnahmefällen akzeptieren. Mit Cookies bezeichnet man kleine Dateien, die bestimmte Daten speichern und an den Server schicken, um so beispielsweise Warenkörbe in Onlineshops zu verwalten. Auch die sogenannten aktiven Inhalte sollten Sie in den Einstellungen des Browsers ausschalten. Aktive Inhalte sind unsichtbare Programme, die nötig sind, um Inhalte von Webseiten besser darstellen zu können oder es ermöglichen, Videos oder andere mediale Inhalte auf der Seite einzubetten.