Schwangerschaft Verlauf

Die Fortschritte im Schwangerschaft Verlauf in den neun Monaten werden hier ausführlich erläutert.


Die ersten Anzeichen
Das wohl aufschlussreichste Zeichen ist das Ausbleiben der Regelblutung. Es ist um so aussagefähiger, wenn der Monatszyklus für gewöhnlich regelmäßig ist. Eine Verspätung von etwa zehn Tagen muss abgewartet werden, um eine erste Bestätigung zu sehen. Viele werdende Mütter empfinden ein großes Schlafbedürfnis und sind nach den Mahlzeiten oder am Ende des Tages abgespannt.

 

Geschmacks- und Geruchssinn: Recht viele schwangere Frauen geben an, dass sie schon sehr früh körperliche Veränderungen spüren. Manche Gerüche scheinen aufdringlicher und können sogar unerträglich werden; einige Gerichte sagen ihnen gar nicht mehr zu, während ihnen bei anderen plötzlich das Wasser im Munde zusammenläuft. Allgemein gesehen scheint es, dass der Appetit ganz zu Beginn der Schwangerschaft abnimmt; die werdende Mutter fühlt sich unwohl und verdaut schwere Speisen nicht mehr so leicht wie vorher.

Die Brust: Bei anderen Frauen ist die Veränderung der Brüste das erste echte Anzeichen. Sie werden härter und schwerer, manchmal begleitet von einem stechenden Gefühl. Der Warzenhof verbreitert und verdunkelt sich, die kleinen Unebenheiten an seiner Oberfläche (Montgomerysche Drüsen) treten viel deutlicher hervor. Außerdem sind die Brustwarzen jetzt empfindlicher und besser geformt.

Die Übelkeit: Manche werdenden Mütter leiden sehr bald unter Übelkeit, schon nach den ersten beiden Schwangerschaftswochen. Oft tritt sie beim Aufwachen auf, sobald sie aus dem Bett steigen. Gleichzeitig mit der Übelkeit kann Galle erbrochen werden und die Speichelabsonderung überreichlich werden. Wenn das Erbrechen zu stark wird, muss man den Arzt um Rat fragen, um einen drohenden Flüssigkeitsverlust zu verhindern.

Schwangerschaft Verlauf: Der erste Monat
Die Gewissheit, schwanger zu sein, löst ganz unterschiedliche Reaktionen aus. Glücksgefühle und innige Vorfreude mischen sich mit Ängsten und Zukunftssorgen. das ist ganz normal. Sprechen Sie offen aus, was Sie bedrückt. Vor Ihnen haben unzählige Frauen so empfunden wie Sie zu Beginn Ihrer Schwangerschaft. Hören Sie auf Ihren Körper! Da er sich ganz auf das wachsende Leben in Ihrem Bauch einstellt, gibt er Ihnen Zeichen, was Sie tun oder lieber lassen sollten, Vielen Frauen, die vor der Schwangerschaft Zigarettenrauch vertragen konnten, wird jetzt plötzlich übel davon. Statt der vorher heiß begehrten süßen Sachen stehen nun plötzlich Salate und Obst ganz oben auf dem Speiseplan. Frische Luft wird zum Bedürfnis, und aus Stubenhockern werden leidenschaftliche Spaziergängerinnen. Es ist genau das, was Ihr Kind jetzt braucht.

Der zweite Monat
Wo so viel Zellwachstum stattfindet, ist Leben besonders bedroht. Und da das Baby voll und ganz von der Mutter abhängt, ist größte Vorsicht geboten. Obwohl Schwangerschaft keine Krankheit ist, sollte sich die werdende Mutter jetzt auf ihre Gesundheit konzentrieren. Wenn es der Mutter gesundheitlich gut geht, hat das Baby alle Chancen, die sensible Phase seiner ersten Monate heil überstehen. Entspannen Sie sich, sooft es geht. Nehmen Sie alle schönen Dinge in sich auf, ob Musik, Natur, Bilder oder Bücher. Unterscheiden Sie zwischen wichtig und unwichtig - dies vor allem, wenn Sie berufstätig sind. Lösen Sie nicht die Probleme, die andere auch lösen können. Sie sind jetzt für Ihr Kind der wichtigste Mensch auf der Erde. Und Sie sind für Ihren Partner sehr wichtig, damit er ganz behutsam seine neue Rolle findet und sich in ihr wohl fühlt.

Der dritte Monat
Wenn Sie regelmäßig Ihren Frauenarzt aufsuchen, stärkere körperliche Belastungen uns seelischen Dauerstress meiden, entwickelt sich der Fetus programmgemäß. Reden Sie mit Ihrem Partner über Ihre Gefühle und über die beginnenden Veränderungen Ihres Körpers. Von Anfang an ist Ihr Partner der Vater des ungeborenen Kindes - und nicht erst ab der Geburt. Lassen Sie Ihn an allem teilhaben, was Sie bewegt. Sie ermöglichen ihm dadurch eine frühe Beziehung zu Ihrem gemeinsamen Kind. Ihr Baby wird es bald schon genießen, wenn Ihr Partner seinen Kopf zärtlich auf ihrem Bauch bettet. Geben Sie dem Fetus einen Kosenamen, so lässt sich leichter über das unsichtbare Wesen in Ihrem Bauch reden. Muten Sie sich nichts zu, wogegen Sie sich innerlich wehren. Im Augenblick sind Sie sich selbst der beste Ratgeber

Der vierte Monat
Da Ihr Baby gerade seinen Gleichgewichtssinn schult und den Tastsinn ausprägt, tun Sie ihm einen großen Gefallen, wenn Sie sich ausreichend bewegen. Bei jeder Berührung meldet das Baby ein Signal in die Zentrale seines Gehirns. Das Gehirn verarbeitet das Signal und steigert dadurch seine Leistungsfähigkeit. Es entstehen Ordnungen und Strukturen. Das Baby übt seine Wahrnehmung. Was es wahrnimmt, gibt es an Muskeln und Gelenke weiter. Gefällt ihm eine Lage nicht, befreit es sich durch Dehnen, Strecken, Beugen oder Drehen daraus. Gefällt ihm eine Lage besonders gut, genießt es diese und verändert sie nicht. Tun Sie einfach, was Ihnen gut bekommt. Ihr Kind macht mit und hat genau die Unterhaltung, die es braucht, um sein vorgeburtliches leben interessant zu finden und sein Gehirn zu trainieren.

Der fünfte Monat
Früher nahm man an, das Ungeborene sei ein unempfindlicher "Fleischkloß", der einfach nur wachsen müsse. Doch je mehr der ungeborene Mensch ins Blickfeld der Wissenschaft geriet, umso größer wurde das Staunen: Niemand war auf so viel (vorgeburtliche) Kompetenz vorbereitet! Seitdem gibt es immer mehr Mütter und Väter, die in der Schwangerschaft eine willkommene Chance sehen, ihrem Kind zu einem glücklichen Start ins Leben zu verhelfen. Gerade der fünfte Monat bietet sich an, der respektablen kleinen Person im Mutterleib einen festen Platz zwischen den Partnern einzuräumen. Jetzt ist auch die Zeit, über neue Aufgaben, neue Zeiteinteilungen und Zuständigkeiten nachzudenken. Freuen Sie sich auf Ihr Baby! Engen Sie es nicht durch Gürtel oder Taillenbund ein. Laufen Sie nackt herum, sooft sich Gelegenheit dazu bietet.

Der sechste Monat
Sobald Ihr Kind auf der Welt ist, werden Sie mit ihm reden, flirten, schmusen singen und vielleicht auch tanzen. Ihr Baby wird Ihnen dann mimisch und lautlich zu verstehen geben, wie gut ihm das gefällt. Wenn Sie jetzt dasselbe tun, wird es mimisch auf genau dieselbe Art reagieren wie das geborene Kind, nämlich freudig und interessiert. Je stärker in Ihnen das Bedürfnis erwacht, Ihr Kind nun endlich kennen zu lernen, desto besser stellt sich Ihr Körper auf den Augenblick der Geburt ein. Die kommenden drei Monate werden Ihnen als der längste Teil der Schwangerschaft vorkommen. Einerseits würden Sie das Baby schon gern in den Arm nehmen, andererseits wird Ihr Leben durch das Wachstum und die Gewichtszunahme des Babys immer beschwerlicher. Jetzt helfen Ihnen die zwei Tugenden: Humor und Geduld.

Der siebte Monat
Sobald Ihr Kind geboren ist, wird es Augenblicke geben, in denen Sie es beruhigen und trösten möchten. Sie werden es dann, ganz instinktiv, an ihr Herz drücken, was an sich schon beruhigend wirkt, da das Baby Ihren Herzschlag ja schon lange kennt. Aber Sie werden auch Worte sagen und singen, ohne es je vorher geprobt zu haben. Dieses natürliche Trostverhalten ist auch Männern nicht fremd und muss nicht erlernt werden. In seinen Wachphasen ist Ihr Baby durchaus auf Unterhaltung aus. Machen Sie ihm also eine Freude, und unterhalten es. Nehmen Sie eine Melodie, die Sie gern mögen und gut singen können. Und nun texten Sie selbst! machen Sie Augenblickverse. Wenn Ihnen Singen ungewohnt ist oder Sie sich einfach genieren, dann warten Sie ab. bis Sie mit Ihrem Kind allein sind. Für Ihr Kind ist Ihre Stimme die schönste Stimme der Welt.

Der achte Monat
Falls Sie beruftätig sind, genießen Sie jetzt den wohlverdienten Mutterschutz. Legen Sie die Füße hoch, sobald Sie ermüdet sind. Sie schleppen ein beachtliches Gewicht mit sich herum. Nehmen Sie öfters recht kleine Mahlzeiten zu sich, damit es in Ihrem Bauch kein "Gedränge" gibt. Und befreien Sie sich, sooft es geht, von allen beengenden Textilen rund ums Baby. Wenn das Kind sich jetzt streckt, können Sie die Wellen der Bewegung sehen. Führen Sie Ihre Hand liebevoll über Ihren Bauch - das Köpfchen Ihres Babys wird folgen und sich hineinschmiegen. Das ist auch eine ganz gute Möglichkeit für Ihren Partner, mit dem Baby zu schmusen und Kontakt aufzunehmen. nach der Geburt weiß es dann sehr genau, welche Stimme zu welcher Person gehört. Auch für diesen Monat gilt: Was Sie sich selbst Gutes tun, tun Sie gleichzeitig Ihrem Baby.

Schwangerschaft Verlauf: Der neunte Monat
Lassen Sie sich von Ihrem Partner Bauch und Rücken kraulen. Das bringt Ihnen Entspannung und freut das Baby. Wenn Sie tagsüber der "Nestbautrieb" überfällt, geben Sie Ihm einfach nach. Je mehr Sie sich bewegen, desto amüsanter wird das Leben Ihres Babys. Es schaukelt mit und erfährt höchst unterschiedliche Sinnesreize. Wenn Sie sich ausruhen, reden Sie mit Ihrem Kind, und lassen sie es Ihre Hände spüren. Vielleicht haben Sie ja schon einen kleinen, einfachen Liedervorrat, den Sie ihm vorsingen können. Beim Singen tanken Sie Sauerstoff und regen, ähnlich wie beim Lachen, Ihren Kreislauf an. Übrigens: Loslassen können ist eine wichtige mütterliche Tugend, auf die Sie sich jetzt seelisch vorbereiten sollten. Die Geburt Ihres Kindes bedeutet auch das schmerzliche Ende einer wunderbaren körperlichen Einheit.

Für die Inhalte dieses Artikels ist die Verfasser: Alexander Helm verantwortlich.