Schwangerschaftsanzeichen - schwanger oder nicht?

Schwangerschaftsanzeichen gibt es zuhauf. Aber nicht immer ist das der Grund für Krämpfe oder Übelkeit.


Aufgrund von Hormonveränderungen reagiert der Körper auf eine Schwangerschaft. Zwar gibt es ganz klare „Beweise“, die auf eine Schwangerschaft hindeuten, allerdings verraten mitunter auch Begleiterscheinungen etwas über den Zustand des Körpers. Es gibt viele Schwangerschaftsanzeichen - häufig besteht eine hohe Wahrscheinlichkeit schwanger zu sein, wenn die Anzeichen in Kombination miteinander auftreten.

Übelkeit
Bei den meisten schwangeren Frauen tritt nach einigen Wochen häufige Übelkeit ein. Vor allem am Morgen klagen viele Frauen über Unwohlsein, aber auch an anderen Tageszeiten äußert sich die Schwangerschaftsübelkeit. Zudem verändert sich der Geschmackssinn. Kulinarische Favoriten sowie Kaffee und Tee werden für einige schwangere Frauen ungenießbar. Teilweise wird über einen metallischen Geschmack im Mund geklagt. Doch auch der Geruchssinn verändert sich. Schwangere Frauen reagieren meist sehr sensibel auf Gerüche.

Heißhunger
Heißhunger in der Schwangerschaft ist ein typisches Klischee. Allerdings kann auch ein überdurchschnittlicher Appetit in Verbindung mit anderen Anzeichen auf eine Schwangerschaft hinweisen.

Verfärbung der Brustwarzen
Durch die Hormonveränderung werden die Brustwarzen einer schwangeren Frau meist dunkler. Grund dafür ist, dass sich die Brustdrüsen gleich nach Einnistung der befruchteten Eizelle auf das Stillen vorbereiten. Zudem wird die Brust langfristig größer und etwas fester. Meist spannt die Brust und ist deutlich empfindlicher, wie in den Tagen vor der Monatsblutung. Die Verfärbung kann allerdings auch durch eine Hormonstörung bedingt sein.

Harndrang
Viele schwangere Frauen verspüren sehr häufigen Harndrang. Vor allem im ersten und letzten Drittel der Schwangerschaft äußert sich dieses Anzeichen sehr ausgeprägt. Dazu kommt es aus verschiedenen Gründen. Ist die Schwangerschaft schon sehr weit fortgeschritten, drückt das Baby auf die Blase. Zu Beginn der Schwangerschaft ist der häufige Harndrang durch hormonelle Veränderungen zu erklären. Außerdem verkleinert die wachsende Gebärmutter die Blasenkapazität und die Blase kann meist auch nicht vollständig geleert werden.

Müdigkeit
Schwangere haben meist einen großen Bedarf an Schlaf. Das Hormon Progesteron sorgt dafür, dass sich eine schwangere Frau erschöpft fühlt. Vor allem in der ersten Phase der Schwangerschaft zeigt sich dieses Symptom.

Erhöhte Basaltemperatur
Unter der Basaltemperatur versteht man die Körpertemperatur gleich nach dem Aufstehen. Um ein genaues Ergebnis zu erzielen, sollte sie nicht oral, sondern vaginal gemessen werden. Mit einer Schwangerschaft ist dann zu rechnen, wenn sich die Basaltemperatur mindestens 18 Tage lang konstant über der Normaltemperatur befindet.

Unterleibskrämpfe
Schwangere Frauen berichten oft davon, dass sie vor allem zu Beginn der Schwangerschaft Unterleibskrämpfe verspürten. Diese fühlen sich ähnlich an wie die Krämpfe, die man vor beziehungsweise während der Periode hat. Nicht selten geht eine Einnistungsblutung mit den Unterleibsschmerzen einher. Es kann zu einer Schmierblutung kommen, wenn der Eisprung etwa acht Tage her ist. Durch die Verwurzelung der befruchteten Eizelle mit der Gebärmutterschleimhaut kann im wegfallenden Menstruationszeitraum dunkler Ausfluss beobachtet werden.

Das Ausbleiben der Periode
Ist es zu keiner Befruchtung der Eizelle gekommen, entwickelt sich der Gelbkörper im Eierstock zurück und stellt die Produktion des Hormons Progesteron ein. Dadurch kommt es dann zum Eintritt der Menstruation. Wenn die Eizelle befruchtet wird, bleibt die Progesteronproduktion bestehen und die Monatsblutung setzt nicht ein. Das Progesteron sorgt weiterhin dafür, dass die Gebärmutterschleimhaut dem Embryo die optimalen Startbedingungen bietet. Bleibt die Periode aus, muss das nicht zwangsläufig eine Schwangerschaft bedeuten. Nur Frauen mit einem sehr regelmäßigen Zyklus können mit großer Sicherheit davon ausgehen.

Die Gewissheit – der Schwangerschaftstest
Die verschiedensten Schwangerschaftsanzeichen sind allerdings keine sicheren Zeichen. Erst, wenn die Monatsblutung ausbleibt, sollte man in der Apotheke einen Schwangerschaftstest erwerben. Der Test muss kurz unter den Urinstrahl gehalten werden. Ist das Ergebnis positiv, kann ein Termin bei dem Gynäkologen gemacht werden. Der Experte kann nach einigen Untersuchungen die Schwangerschaft gegebenenfalls feststellen und Sie beglückwünschen.