Wer glaubt, Schwangere haben nur physisch schwer zu tragen, irrt sich gewaltig: Ob Rollmopps in Nutella getunkt, ein Marmeladenbrot mit Gurkenscheiben oder Erdbeeren mit Meerrettich? Stundenlange Entscheidungsschlachten und kurzfristige Umwerfungen des Geplanten gehören nicht nur bei den absurden Zusammenstellungen der Nahrungsmittel zum Alltag einer Schwangerschaft.
Die Umstellung des Hormonhaushalts fordert Heißhungerattacken, Stimmungsschwankungen und Zimperlichkeiten, die selbst für Schwangere unverständlich bleiben - Schwangerschaftsbeschwerden sind wahrlich vielfältig!
Psychische Verrückheiten
Von „Himmel hoch jauchzend“ nach „zu Tode betrübt“ scheint nicht mal mehr ein Katzensprung auszureichen. In der Schwangerschaft können emotionale Reaktionen weitaus heftiger ausfallen, als Sie es gewohnt sind. Da wird das Zertreten eines Insekts zum Mord, ein mitgebrachter Blumenstrauß kann eine wahre Tränenflut auslösen und wer kein Verständnis für die psychischen Verrücktheiten zeigt, der bekommt es mit fliegenden Küchenutensilien zu tun.
Morgenübelkeit
Die Umstellung des Hormonhaushaltes führt auch zur Morgenübelkeit. Meist klagen Schwangere in den ersten drei Monaten über diese Übelkeit, die entgegen ihrem Namen auch den ganzen Tag anhalten kann. Unter Umständen kann die Übelkeit auch die gesamte Schwangerschaft betreffen. Bei ständigem Erbrechen oder langwierigen Fällen, sollten Sie mit Ihrem behandelnden Arzt über eine Medikamenten-Einnahme sprechen.
Physische Beschwerden
Auch physische Beschwerden sind in einer Schwangerschaft umungänglich. Durch die Gewichtszunahme und den vergrößerten Bauchumfang kommt es leicht zu Rückenschmerzen sowie Schlafstörungen. Verdauungsprobleme werden fast immer durch die schwangerschaftsbedingte Darmträgheit und das Verdrängen der Darmschlingen hervorgerufen. Der Druck der Gebärmutter auf die Beckenvenen erhöht das Blutvolumen und führt zu Hämorrhoiden und Krampfadern. Die berühmten Schwangerschaftsstreifen entstehen durch die Auflockerung des Gewebes, während Krämpfe durch einen häufigen Calcium- und Magnesiummangel Füße und Beine attackieren. Entsprechende Ersatz-Präparate sowie die Schwangerschaftsgymnastik können hier einige Beschwerden lindern.
Schwangerschaftsdiabetes
Die Zuckerkrankheit Diabetes gehört zu den typischen Schwangerschaftsbeschwerden in der zweiten Hälfte der Schwangerschaft und wird auch vom veränderten Hormonhaushalt begünstigt. Da diese Erkrankung meist nach der Geburt wieder verschwindet, ist eine erkannte und behandelte Schwangerschaftsdiabetes (Gestationsdiabetes) meist ungefährlich.
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