Schwarzer Marienkäfer mit roten Punkten: Eine Kurzcharakteristika

Hier erfahren sie mehr über die Herkunft schwarzer Marienkäfer mit roten Punkten, ihre Merkmale, Nützlichkeiten und Verwechslungen.


Bei der ersten Begegnung mit einem schwarzen Marienkäfer der rote Punkte auf dem Rücken hat, ist man häufig erstaunt, im schlimmsten Falle verängstigt, da die meisten Menschen nur die roten Verwandten mit den schwarzen Punkten kennen. Doch ein schwarzer Marienkäfer ist nur eine von vielen Varianten des hübschen roten Marienkäfers. Er ist weder gefährlich, noch eine Mutation. Er kommt nur nicht ganz so häufig wie sein roter Vetter vor.

Was sind die Kennzeichen Schwarzer Marienkäfer?
Ein Hauptmerkmal Schwarzer Marienkäfer sind ihre harten schwarzen Deckflügel, unter denen sich die filigranen durchsichtigen Flügel befinden, die dem Käfer das Fliegen ermöglichen. Er unterscheidet sich in der Anatomie nicht vom roten Marienkäfer, da er nur ein Melanismus, das heißt, eine schwarze Pigmentierung, dieser Art ist. Durch die schwarze Farbe erwärmt sich der Körper des Käfers bei Sonneneinstrahlung schneller und er kann, anders als seine roten Artgenossen, nach der Winterstarre oder nach den kalten Nachtstunden schneller aktiv werden. Die schwarzen Deckflügel dieser Marienkäfer können verschieden viele Punkte haben: zwei, vier, fünf, bis zu vierundzwanzig. Manche Arten haben statt roter Punkte auch gelbe oder orange Flecken. Der Marienkäfer ist weltweit vertreten und lebt bevorzugt auf Wiesen, in Parks, Gärten, Heiden und Wäldern. Marienkäfer vermehren sich zwei Mal im Jahr, wobei die zweite Generation in Mauerritzen, Baumrinden oder ähnlichen überwintert.

Ist ein schwarzer Marienkäfer genauso nützlich?
Marienkäfer und ihre Larven ernähren sich hauptsächlich von Blatt- und Schildläusen. Dadurch ist auch ein schwarzer Marienkäfer ein von Gärtnern und Landwirten gern gesehener Schädlingsbekämpfer. Oft sitzen sie zu mehreren auf mit Blattläusen befallenen Pflanzen und finden hier ideale Fress- und Lebensbedingungen. Wegen ihrer Nützlichkeit wurden sie zeitweise sogar aus anderen Ländern eingeführt, um vor Ort bei der Schädlingsvernichtung mitzuhelfen. Leider ist ein schwarzer Marienkäfer mittlerweile, genau so wie der rote Marienkäfer, durch die schwindenden Lebensräume gefährdet.
Gifte, die zur Beseitigung von Blattläusen eingesetzt werden, wirken leider oftmals auch auf die nützlichen Marienkäfer. Deshalb sollte man im eigenen Garten immer darauf achten, für nützliche Insektenarten, wie Bienen oder schwarze Marienkäfer, unschädliche Pflanzenschutzmittel einzusetzen.