Schwefelbad - gut für Haut und Knochen

Gegen Krankheiten wie Rheuma, Gicht oder Neurodermitis hilft ein Schwefelbad.


Anscheinend hat man schon in der Antike gewusst, dass mit Schwefel versetztes Wasser einen positiven Effekt auf unsere Gesundheit haben kann. Vor allen Dingen merkte die antike Bevölkerung damals, dass das Wohlbefinden nicht nur durch solch ein Bad verbessert werden konnte, sondern, dass auch bestimmte Leiden damit zu mildern waren.
Auch heute weiß man noch um die heilenden Kräfte eines Schwefelbads. Es ist eine gute Alternative zu medizinischen Eingriffen und wird bei allerlei Beschwerden empfohlen.

Eine gute Therapie
Rheuma-Patienten sind eine große Gruppe von Menschen, die Schwefelbäder befürworten. Die Knochenkrankheit, die vermehrt bei älteren Menschen auftritt, ist schmerzhaft und anstrengend. Ein Schwefelbad verschafft hier fast sofortige Linderung an Tagen, an denen der Mensch unter rheumatischen Schüben leidet. Aber auch bei Allergien kann ein Schwefelbad zur Linderung der Beschwerden führen. Die Volkskrankheit Neuromdermitis, eine Art Immunschwäche-Krankheit, die die Haut meist schubweise befällt, spricht gut auf ein Bad in schwefelhaltigem Wasser an.

Früher im Freien, heute im Bad
Früher mussten die Menschen zu natürlichen Orten reisen, an denen Wasser auf Schwefelbasis aus Quellen sprudelte. Auch heute gibt es diese Naturschauplätze noch. So zum Beispiel die berühmten Pamukkale-Terrassen in der Türkei, die aber stark vom Tourismus überrannt werden. Zu antiken Zeiten haben sich dort die Römer im heißen Wasser geaalt und so versucht, rheumatische Beschwerden zu lindern. Heute ist das um einiges leichter, denn Schwefelbadezusätze gibt es in der Apotheke oder im Reformhaus zu kaufen, sodass ein jeder sich sein persönliches Pamukkale im heimischen Badezimmer einrichten kann.

Selbst gemachtes Schwefelbad
Die perfekte Temperatur für ein Schwefelbad sollte zwischen 37 Grad Celsius und 39 Grad Celsius liegen. Bei mittleren Beschwerden jeder Art, ob juckende Hautpartien oder rheumatische Steifheit der Gelenke, sowie Schmerzen, reicht ein zehn- bis zwanzigminutiges Bad im Schwefelwasser. Dieses sollte ein bis zwei Mal die Woche wiederholt werden, sodass von einer langfristigen Verbesserung des Zustandes profitiert werden kann.
Durch den Schwefelgehalt wird zusätzlich die Durchblutung der Haut stimuliert, was das beliebte Wellness-Gefühl und eine Steigerung des allgemeinen Wohlbefindens herbeiführt.

Nicht immer geeignet
Vorsichtig sollten Sie mit Schwefelbädern aber trotzdem sein. Bei schweren Hautverletzungen, sowie offenen Wunden, als auch bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Tuberkulose gilt es, auf solch ein Bad besser zu verzichten. Ebenfalls sollten Kinder, Schwangere und Frauen in der Stillzeit kein Schwefelbad nehmen.