Jeder spricht über das Thema Schweinegrippe Pandemie, zu der sie von der WHO ausgerufen worden ist. Seit dem 11. Juni 2009 gilt die sechste Phase und damit die höchste Gefahren- und Warnstufe. Erstmals seit 41 Jahren gibt es wieder eine Pandemie.
Doch was versteht man überhaupt unter einer Pandemie und welche Ziele verfolgt die WHO mit den einzelnen Phasen?
Definition Pandemie
Der Begriff sagt grundsätzlich nichts über die Gefährlichkeit der Krankheit aus, sondern bezieht sich nur auf die geografische Ausbreitung. Bei einer Pandemie breitet sich der Virus länder- und kontintenübergreifend aus. Zu den bekanntesten Pandemien gehört AIDS, die Pest zur Zeiten des Mittelalters und die Spanische Grippe, die 25 bis 50 Millionen Menschenopfer forderte.
Phase Eins
Auf der ersten Stufe spricht man noch nicht von einer Pandemie. Es gibt keinen Nachweis, dass sich neue Subtypen des Influenzavirus entwickelt haben, jedoch gibt es frühere Subtypen, die noch im Tierreich zirkulieren. Das Ansteckungsrisiko für den Menschen wird als sehr gering eingeschätzt.
Ziel ist es nun, die Vorbereitungen auf eine mögliche Pandemie auf globaler Ebene voranzutreiben.
Phase Zwei
Noch immer gibt es keine wissenschaftlichen Hinweise darauf, dass sich neue Influenza-Subtypen gebildet haben. Jedoch ist die Gefahr der Übertragung vom Tier auf den Menschen hoch. Dies gilt für frühere Subtypen, die im Tierreich noch existent sind.
Ziel ist es, das Risiko einer Übertragung auf den Menschen durch geeignete Maßnahmen zu verringern.
Phase Drei
Mit der dritten Stufe beginnt die Alarmphase. Es gibt einen neuen Subtyp der Influenza, mit dem sich bereits einige Menschen angesteckt haben. Noch ist die Übertragung von Mensch zu Mensch selten, Voraussetzung für eine Ansteckung ist sehr enger Kontakt.
Ziel dieser Stufe ist es, die neu aufgetretenen Subtypen schnellstmöglich zu bestimmen und zu charakterisieren. Dadurch soll es möglich werden, dass eine Infektion früh nachgewiesen wird, die Erkrankung schnell gemeldet wird und Maßnahmen eingeleitet werden können.
Phase Vier
Weiterhin stecken sich einzelne Menschen an, die Krankheitsfälle sind aber örtlich begrenzt. das Virus ist noch nicht so weit entwickelt, dass es sich an den Menschen anpassen kann.
Zu den Zielen gehören die Eindämmung des Virus und die Verzögerung der Ausbreitung, damit genug Zeit bleibt, sich auf weitere Krankheitsfälle vorzubereiten, etwa durch die Bereitstellung von Impfstoff.
Phase Fünf
Stufe Fünf ist charakterisiert durch ein hohes Risiko einer Pandemie. Die Krankheitsfälle ordnen sich in Clustern (Büscheln) an, aber auch diese sind noch örtlich begrenzt. Das Virus passt sich zunehmend besser an den Menschen an.
Phase Sechs
Es wurde eine Pandemie ausgerufen, die gesamte Bevölkerung ist betroffen und es gibt Fälle in mindestens zwei voneinander getrennten WHO-Regionen. Ziel ist es nun, die Folgen der Pandemie einzudämmen, also dafür zu sorgen, dass wenig Menschen sterben.
Kommt es zu einer Pandemie, wie jetzt bei der Schweinegrippe Pandemie, tritt ein globaler Notfallplan in Kraft, zusätzlich sind die einzelnen Staaten dafür verantwortlich individuelle Krisenkonzepte zu erstellen und gegebenenfalls umzusetzen.
(Stand 18.6.2009)