Schwerer als die erkältung: Grippe (Influenza)

Anders als bei einer Erkältung beginnt eine Grippe schlagartig. Eine Grippe muss immer behandelt werden, denn während jeder Grippesaison sterben viele Menschen.


Während eine normale Erkältung nach etwa einer Woche ausgestanden ist, kann eine Grippeinfektion schwere Komplikationen nach sich ziehen, die unter Umständen sogar tödlich sein können. Besonders Menschen mit einem bereits geschwächten Immunsystem oder vorhandenen Grunderkrankungen müssen genau auf die Symptome achten und bei einer möglichen Grippe umgehend den Arzt aufsuchen. Wenn mindestens zwei der bekannten Grippe-Symptome vorhanden sind, ist die Wahrscheinlichkeit einer Erkrankung sehr hoch.

Symptome

  • Plötzlicher, heftiger Beginn
  • Trockener, unproduktiver Husten
  • Kopf- und Gliederschmerzen
  • Appetitlosigkeit
  • Schwäche, Müdigkeit
  • Hohes Fieber

Auch bei der Grippe handelt es sich um eine Viruserkrankung, die durch den Influenza-Virus verursacht wird. Doch nicht die Ansteckung mit diesem Virus ist das Gefährliche an einer Grippe, sondern die Möglichkeit einer Bakterieninfektion. Weil der Körper bereits durch die Viren geschwächt ist, steigt die Wahrscheinlichkeit, sich auch mit Bakterien anzustecken. Eine Sekundärinfektion kann unter Umständen lebensbedrohliche Konsequenzen haben. So sind Lungenentzündungen, aber auch Hirn- und Herzmuskelentzündungen durchaus möglich. Besonders Menschen, die zu den Risikogruppen zählen, also Senioren oder Patienten mit chronischen Erkrankungen, sind durch eine Grippeinfektion in besonderem Maße gefährdet. In Deutschland sterben jährlich mehrere tausende Menschen während einer Grippesaison.

Sollten Sie erste Anzeichen einer Grippe bei sich feststellen, zögern Sie nicht, zum Arzt zu gehen, denn nur, wenn innerhalb der ersten 48 Stunden nach Auftreten der ersten Symptome eine Behandlung begonnen wird, können Komplikationen vermieden werden.

Behandlung
Da, wie eine Erkältung auch, eine Grippe durch Viren verursacht wird, ist eine Antibiotika-Therapie nicht nur sinnlos, sondern auch potenziell gefährlich, da sich bei zu häufigem Einsatz von Antibiotika Resistenzen entwickeln können. Nur bei einer Zweit- oder sogenannten Superinfektion mit Bakterien ist die Gabe von Antibiotika angezeigt. Um die Grippeviren zu bekämpfen, stehen dem Arzt verschiedene Wirkstoffe zur Verfügung. Die Ursache der Grippe kann beispielsweise mit Virostatika behandelt werden. Auch die Neuraminidase-Hemmer können die Ausbreitung der Viren im Körper stoppen. Neben der eigentlichen Behandlung wird Ihr Hausarzt auch die Linderung Ihrer Beschwerden anstreben, so kann er beispielsweise fiebersenkende und schmerzlindernde Medikamente verschreiben. Aber auch Sie selbst können Einiges tun, um bald wieder gesund zu werden. Gönnen Sie sich viel Ruhe und Erholung, zusätzlich sollten Sie viel trinken, um alle Schleimhäute feucht zu halten.