Die häufigsten Schwindel Ursachen sind auf eine Störung der für das Gleichgewicht zuständigen Sinne, also dem Auge, dem Gleichgewichtsorgan im Innenohr und den Wahrnehmungszellen der Muskeln und Gelenke, zurückzuführen. Schwindel entsteht, wenn diese drei Sinnesorgane keine übereinstimmenden Signale an das Gehirn senden. Für die gestörte Wahrnehmung der Umgebung durch die Gleichgewichtsorgane ist nicht immer eine Krankheit der Grund. Sehr oft sind die Schwindel Ursachen natürlichen Ursprungs, die auf äußere Einflüsse zurückzuführen sind.
Wellenbewegungen und große Höhen
Auf technische Errungenschaften unserer modernen Welt, die die schnelle Fortbewegung ohne Einsatz von Muskelkraft ermöglichen, können unsere Sinnesorgane nicht rational reagieren. Auch natürliche Gegebenheiten, mit denen man selten konfrontiert ist, wie Wellengang auf dem Meer oder große Höhenunterschiede im Gebirge stellen die Gleichgewichtsorgane manchmal vor schwer zu bewältigende Probleme. In manchen Situationen sind Schwindelgefühle daher ganz natürlich. Ist jedoch der Grund für den Schwindel eine krankhafte Phobie, wie zum Beispiel Höhenangst, so kann mit psychotherapeutischer Hilfe erlernt werden, das Schwindelgefühl zu überwinden.
Schwindelgefühle als natürliche Reaktion
Befindet man sich in einem auf einem Bahnsteig stehenden Zug und sieht beim Blick aus dem Fenster auf dem gegenüberliegenden Bahnsteig einen zweiten Zug, der langsam anfährt, hat man das Empfinden, dass sich der eigene Zug bewegt. Dieser Zustand hält an, solange das Auge ausschließlich das bewegte Bild wahrnimmt. Sobald man aber die Blickrichtung wechselt, bemerkt man den Irrtum. Manche Personen überkommt im Augenblick des Wahrnehmungsfehlers ein leichter Schwindel. Diese Unstimmigkeit kommt zustande, weil das Auge Bewegung meldet, während von der Tiefenwahrnehmung Ruhe festgestellt wird. Auf umgekehrte Weise entsteht ein Wahrnehmungsfehler im fahrenden Auto. Liest man als Beifahrer eine Karte, so nimmt das Auge keine Fahrtbewegung wahr. Dass sich das Fahrzeug in hoher Geschwindigkeit fortbewegt, melden die Sensoren der Muskeln und Gelenke sowie das Ohr. Auch hier stimmen die Informationen der verschiedenen Gleichgewichtsorgane nicht überein, sodass der Körper mit einem Schwindelgefühl reagiert.
Große Höhen und Fahrstuhl fahren
Im Fahrstuhl nimmt das Auge einen unbewegten Raum war, während man in Wirklichkeit in die Tiefe gleitet. Dabei entsteht ein Druck in den Muskeln und Gelenken, deren Sinneszellen daraufhin dem Gehirn Bewegung signalisieren. Diese beiden voneinander abweichenden Informationen verursachen oft Schwindel. Dieses unangenehme Gefühl im abwärtsfahrenden Lift ist so typisch, dass Mediziner auch von Liftschwindel sprechen. Ein anderes Phänomen ist der Höhenschwindel. Normalerweise fixiert das Auge beim Blick in die Umgebung einen festen Punkt. Schaut man aus großen Höhen in die Tiefe, ist das nicht möglich, weil man zunächst keine Einzelheiten erkennen kann. Deshalb können die natürlichen Schwankungen des Köpers nicht ausgeglichen werden und er reagiert mit Schwindel. Höhenschwindel kann jedoch durch Gewöhnung vermindert werden.
Die Seekrankheit
Lange Zeit wurde angenommen, dass die Seekrankheit eine Folge eines Widerspruchs zwischen der Wahrnehmung des Auges und der Empfindung des Gleichgewichtsorgans im Innenohr ist. Da aber auch blinde Menschen seekrank werden, geht man inzwischen davon aus, dass auch biochemische Vorgänge im Körper für die Seekrankheit verantwortlich sein müssen.
Schwindel als Krankheitssymptom
Immer wiederkehrende Schwindelgefühle, die, ohne das Vorhandensein entsprechender äußere Umstände, auftreten, sind ein Anzeichen von körperlicher Schwäche. Die Ursachen dafür können Unterzuckerung oder Blutarmut in Verbindung mit niedrigem Blutdruck sein. Auch zu hoher Blutdruck kann Kopfschmerzen und Schwindel verursachen. Jede dieser Erscheinungen ist symptomatisch für eine Erkrankung.