Gartenarbeit, Haushalt oder Sport fordern oft ein Höchstmaß an körperlicher Energie. Meist ist man durch eine Sache, die unbedingt erledigt werden soll, zu abgelenkt um gleich zu bemerken, wann die Grenzen körperlicher Leistungsfähigkeit erreicht sind. Erst bei einer plötzlichen Veränderung der Position, zum Beispiel einem Wechsel von der Hocke in den Stand, macht sich die Erschöpfung bemerkbar.
Fast jeder hatte in solchen Situationen schon einmal das Gefühl eines leichten Schwächeanfalls, verbunden mit einem unsicheren Taumeln oder Schwanken. Bei diesem Phänomen spricht man von Schwindel.
Was ist Schwindel im medizinischen Sinn?
Schwindel ist ein Dreh- oder Schaukelgefühl, verbunden mit einem Schwächeempfinden, einer Störung der Balance und Orientierungslosigkeit. Der medizinische Ausdruck für Schwindel ist Vertigo. Er bezeichnet ein Gefühl des Schwankens oder einer Drehbewegung, obwohl sich der Körper in Ruhe befindet. Man unterscheidet natürlichen und krankhaften Schwindel. Die Ursache des Schwindels sind Gleichgewichtsstörungen, bedingt durch widersprüchliche Informationen der Sinnesorgane. Begleiterscheinungen des Schwindels können Erbrechen, Übelkeit, oder Fallneigung sein.
Wie entsteht Schwindel?
Am Gleichgewichtssystem des menschlichen Körpers sind drei Sinne beteiligt. Das sind die Augen, der sich hinter dem Ohr befindende Gleichgewichtssinn sowie die Tiefensensibilität der Muskeln und Gelenke. Das fehlerfreie Zusammenwirken dieser Sinne verschafft dem Körper Stabilität in den Bewegungsabläufen und ermöglicht die Orientierung in der Umgebung. Befinden sich jedoch die verschiedenen Wahrnehmungen nicht im Einklang, so kommt es zu einem Schwindelgefühl. Das kann die unterschiedlichsten Ursachen haben. Spielen äußere Gegebenheiten, wie Schwanken des Bodens oder der Blick in die Tiefe aus einem Hochhausfenster eine Rolle, so handelt es sich um natürlichen Schwindel, der unbedenklich ist. Stellt sich das Schwindelgefühl jedoch ohne erkennbaren Grund ein, kann es Symptom für eine Krankheit sein.
Möglichkeiten der Behandlung
Eine bewährte Sofortmaßnahme bei einem Schwindelanfall ist, sich mit hochgelagerten Beinen hinzulegen. Bei natürlichem Schwindel, wie zum Beispiel Höhenschwindel hilft manchmal bereits ein Gewöhnungstraining. Hat der Schwindel psychische Ursachen, beispielsweise Phobien, so kann durch eine absichtliche Konfrontation mit der gefürchteten Situation die Angst bekämpft und das Schwindelgefühl beseitigt werden. Ist der Grund des Schwindels eine Krankheit, so muss diese Ursache medikamentös oder operativ angegangen werden.