Gute Planung ist schon die halbe Miete, deswegen sollte man frühzeitig überlegen, welche Tiere man in seinem Seewasseraquarium pflegen möchte und welche Größe das Aquarium haben sollte. Hier gilt die Devise: So groß wie möglich – sonst ist es nach spätestens einem Jahr zu klein.
Das Becken
Wer sich ein Seewasseraquarium anschaffen möchte, muss zunächst ein entsprechendes Becken kaufen. Solche Wasserbecken sind im Gegensatz zu normalen Becken etwas teurer, und umso größer das Becken ist, umso höher sind auch die Anschaffungskosten und die Betriebskosten für Strom, Salz, Wasser und Futter.
Was darf an Technik auf keinen Fall fehlen?
Filter für die Wasseraufbereitung, wie sie in der Süßwasseraquaristik eingesetzt werden, haben sich nicht bewährt. Meistens übernehmen ein Eiweißabschäumer und lebende Steine die Filterfunktion. Außerdem ist eine starke Wasserbewegung nötig, für die verschiedenste Förder- und Strömungspumpen eingesetzt werden. Das Aquarienwasser sollte mindestens zehn Mal in der Stunde komplett umgewälzt werden. Die Strömung ist notwendig, damit das Wasser durch die lebenden Steine diffundiert, und damit die Stoffwechselprodukte der sessilen Korallen abtransportiert werden. Es sollte eine Temperatur von 24 bis 28 °C, welche man am besten mit einer Stabheizung mit Thermostatregler erzielt, herrschen und das Aquarium sollte immer stark beleuchtet sein.
Einrichten des Aquariums
Zuerst sollte das Seewasseraquarium mit totem Gestein versehen werden und anschließend ein Steinaufbau erfolgen. Es sollte auch immer genügend Platz freigelassen werden um später auch lebendige Steine und Korallen einsetzen zu können. Anschließend wird das Wasser in das Aquarium eingelassen und auch von 25 Grad erwärmt. Danach wird das Salz hinzugefügt. Mithilfe eines so genannten Aerometers kann der Salzgehalt auf die entsprechende Wasserdichte angepasst werden und kann durch Strömungspumpen gleichmäßig verteilt werden. Anschließend kann die gesamte Technik zugeschaltet werden. Das Licht sollte etwa acht Stunden am Tag brennen. Die lebendigen Steine sollte man allerdings erst nach einer Woche ins Wasser einsetzen. Verdunstet Wasser im Aquarium, sollte dieses immer wieder nachgefüllt werden, um den Salzgehalt konstant zu halten. Nach fünf bis sechs Wochen ist die so genannte Eingewöhnungsphase vorbei und es dürften die ersten Korallen eingesetzt werden. Anschließend wartet man wieder eine Woche und setzt dann erst die Fische ein. Danach heißt es dann täglich pflegen und beobachten, füttern und verdunstetes Wasser nachfüllen. Beachtet man alle diese Punkte, wird man sehr lange Freude an seinem Seewasseraquarium haben.