Sehnenscheidenentzündung - eine schmerzhafte Sache

Bei einer Sehnenscheidenentzündung, entzünden sich die Sehnenscheiden aufgrund einer erhöhten Überlastung. Ursachen dafür können eine bakterielle Infektion oder wie in den meisten Fällen die Überbeanspruchung sein


Bei einer Sehnenscheidenentzündung handelt es sich um eine Entzündung, die oft mit starken Schmerzen verbunden ist. Besonders anfällig für diese Art der Entzündung sind die Handgelenke, allen voran der Daumen. Eine Sehnenscheidenentzündung kann bakteriell verursacht oder nicht infektiöse Ursachen haben. Doch was sind Sehnenscheiden überhaupt und welche Funktion erfüllen sie im Körper?

Funktionsweise der Sehnenscheiden
Die Sehnen gleiten innerhalb der Sehnenscheiden überall dorthin, wo sie besonderen Reibungskräften ausgesetzt sind. Somit sind die Sehnenscheiden selbst Bindegewebsschläuche, die mit Schmierflüssigkeit ausgefüllt sind und die Sehnen wie ein Tunnel umgeben. Dieses System dient dazu, Abreibungserscheinungen an den Gelenken zu minimieren. Füllen sich die Sehnenscheiden allerdings mechanisch überlastet, kann es zu einer Entzündung kommen. Die damit verbundenen Schmerzen haben einen stechenden Charakter und gelten als äußerst unangenehm. Nicht selten büßt das betroffene Gelenk auch in seiner Beweglichkeit deutlich ein.

Ursachen für Sehnenscheidenentzündungen
Auslöser für eine solche Entzündung kann entweder eine bakterielle Infektion oder  wie in den meisten Fällen die Überbeanspruchung eines Gelenkes sein. Die Arbeit am Computer oder erhöhte sportliche Betätigung, bei der die Handgelenke stark beansprucht werden, führen bei manchen Menschen dazu. Der sogenannte Tennisarm ist ein Beispiel für eine solche Entzündung. Damit verbunden können sowohl Schwellungen, Rötungen als auch eine lokale Überwärmung auftreten. Das Niedersächsisches Oberverwaltungsgericht hat in einem Urteil vom 22.08.2006 die Sehnenscheidenentzündung sogar als Berufskrankheit anerkannt. 

Therapiemöglichkeiten
In erster Linie sollte man bei einem Verdacht auf Sehnenscheidenentzündung einen Arzt aufsuchen, damit dieser ähnliche Erkrankungen wie zum Beispiel Rheuma ausschließen kann. Bestätigt der Arzt nach eingehender Untersuchung die Diagnose, verschreibt er entzündungshemmende Medikamente oder im Falle einer bakteriell bedingten Sehnenscheidenentzündung Antibiotika. Hingegen wird bei einer chronischen Sehnenscheidenentzündung in der Regel parallel zu den entzündungshemmenden Medikamenten eine Schmerztherapie eingeleitet. Diese Maßnahme soll dem Körper bei der Entspannung helfen und weitere Reizungen an den betroffenen Gelenken vermeiden. Oft verändert sich dadurch der psychische Zustand der Patienten, da sie nicht mehr von den starken Schmerzen gequält werden. Dies erhöht die Heilungschancen maßgeblich. Bei chronischen Sehnenscheidenentzündungen, bei denen die vorgestellten Therapiemaßnahmen nicht weiterhelfen, entscheidet man sich manchmal auch für eine Operation.