Seife selber machen: Rezept für Naturseife

Seife selber zu machen ist nicht schwer, dafür aber ganz schön gefährlich, wenn man sich nicht an ein paar grundlegende Sicherheitshinweise hält.


Menschen mit Hautproblemen, empfindlicher Haut oder einfach dem Bedürfnis, nur Natur an ihre Haut heranlassen zu wollen, finden im Supermarkt meist nicht das richtige für ihre Bedürfnisse. Duft-, Farb- oder Konservierungsstoffe sind keine Seltenheit und können bei sensiblen Anwendern schon mal zu allergischen Reaktionen führen. Eine Alternative sind Naturseifen, die allerdings nicht ganz billig sind. Wer es noch günstiger möchte, versucht, seine Seife selbst herzustellen. 

Nichts für Anfänger

  • Die in Bastel- und Hobbyläden erhältlichen Seifensets zum Selbermachen oder Seifenrezepte, die mit Glyzerin arbeiten, sind für Anfänger zwar ganz praktisch, richtige Seife entsteht damit aber nicht. Diese entsteht aus der Verseifung – einem chemischen Prozess, der mit Fetten und Ölen abläuft, wenn Lauge hinzugefügt wird. Leider ist Lauge (Natriumhydroxid, NaOH) stark ätzend, sodass Sie sehr vorsichtig vorgehen müssen, um keine schweren Verletzungen an Haut und Augen davonzutragen. 
  • Auch beim Abmessen kann Einiges schiefgehen, sodass die fertige Seife hautreizend wird. Ohne entsprechende Ausrüstung und eine gehörige Menge Erfahrung im Seifensieden sollten Sie vom Seife selbermachen lieber die Finger lassen. Auch mit Glyzerin, das nur erhitzt und danach in eine Form gegossen wird, lassen sich schöne Seifen herstellen.

Basisrezept für Naturseife

  • 250 Gramm Kokosöl
    350 Gramm Olivenöl
    300 Gramm Rapsöl
    120 Gramm Natriumhydroxid
    260 Gramm destilliertes Wasser
  • Nötige Utensilien:
    ein großer Edelstahltopf für mindestens drei Liter Füllmenge
    kleiner Edelstahltopf für Lauge mit Ausgießer
    Kochlöffel aus Holz oder rostfreiem Stahl
    Küchenthermometer (Messbereich bis 100 Grad)
    Glasgefäß, um Lauge abzuwiegen
    Küchenwaage (Messtoleranz 1 Gramm)
    Seifenform aus Holz oder Kunststoff 

So wirds gemacht

  1. Geben Sie die Pflanzenöle in den großen Edelstahltopf und erwärmen ihn solange, bis alles flüssig geworden ist.
  2. Nun stellen Sie de Laugenlösung her. Hierfür lösen Sie die weißen Kristalle in destilliertem Wasser auf. Keinesfalls dürfen Sie einfach dwas Wasser über die Lauge gießen, da es sonst zu Spritzern kommen kann. Gießen Sie die Lauge ganz langsam ins Wasser.
  3. Die fertige Lösung wird sich stark erwärmen und ätzende Dämpfe bilden. Diese dürfen Sie auf keinen Fall einatmen, lüften Sie während der ganzen Zeit oder führen das Seifemachen draußen durch.
  4. Geben Sie nun die Laugenlösung in den Topf mit den heißen Ölen. Das Öl sollte eine Temperatur von 50 bis 60 Grad haben. Relativ schnell bildet sich eine milchige Masse. 
  5. Rühren Sie mit dem Holzlöffel ständig um, bis die Masse die Konsistenz von Pudding hat. Die Masse ist fest genug, wenn man darauf schreiben kann. 
  6. Geben Sie nun die Seifenmasse in eine Form geben und lassen sie mindestens 48 Stunden darin. Der Prozess der Verseifung findet weiter statt, der Anteil der Lauge verringert sich. 
  7. Die fertige Seife sollte einen pH-Wert von 8,5- bis 9 haben. Vor dem erstmaligen Benutzen sollten Sie diesen anhand Indikator-Teststäbchen testen.
  8. Schneiden Sie die Seife in Stücke und lassen sie mehrere Wochen lang an einem dunklen, kühlen Ort ruhen.

Beachten Sie außerdem unbedingt die Sicherheitshinweise auf der nächsten Seite.