Selbsthypnose - Zum Abbau von Stress

Es gibt einen Weg, um sich selber aus dem stressigen Alltag zu befreien. Die Selbsthypnose ist eine dieser Möglichkeiten, bei der sie sich 15 Minuten volle Ruhe (Ohne Telefon, Handy, Klingel und ähnliches) gönnen sollten.


Die Selbsthypnose ist ein geeignetes Instrument, um sich bei übermäßigem Stress, der nicht mehr alleine zu bewältigen ist, selbst zu helfen. Der Körper kann sich dadurch entspannen, Energien können wieder fließen und neue Leistungskraft durchflutet sowohl den Körper als auch die Seele. Beherrschen Sie die Kunst der Selbsthypnose, verfügen Sie über ein wunderbares Mittel, mit dem Sie selbst an sich arbeiten können. Sie lernen Stress abzubauen, um so Ihr Immunsystem anzukurbeln, damit Sie wieder mehr Leistung zeigen können. Für das Erlernen der Selbsthypnose ist es auch nicht zwingend notwenig, zeitaufwendige und teure Seminare zu besuchen. Es ist ganz einfach. Probieren Sie es doch gleich einmal aus und gönnen Sie sich diesen kleinen Kurzurlaub vom Alltagsstress.

So geht´s
Machen Sie es sich bequem. Suchen Sie sich einen Platz, an dem es möglich ist, für 15 Minuten ungestört zu sein. Das bedeutet, kein Telefon in der Nähe, keine Klingel, kein Handy, einfach gar nichts. Nur die Ruhe selbst und Sie. Wenn Sie diese unterstützen möchten, legen Sie sich eine schöne Musik oder gar eine Entspannungs-CD auf. Ob Sie die Selbsthypnose im Sitzen oder Liegen durchführen möchten, bleibt Ihnen überlassen. Es kann sein, dass gerade im Liegen Ihre Körpertemperatur leicht absinkt. Wenn Sie daher zum Frieren neigen, sollten Sie sich mit einer Decke warm halten. Versuchen Sie nun sich von Ihren Alltagssorgen zu lösen. Diese Viertel Stunde gehört ganz Ihnen und Ihrer eigenen Gesundheit.

Probleme in der Wolke
Schließen Sie nun die Augen, und stellen Sie sich eine weiße, angenehme und weiche Wolke vor. Vertrauen Sie dieser Wolke all Ihre Probleme und Ängste an und legen Sie sie hinein. Wenn Sie damit fertig sind, holen Sie vor Ihrem geistigen Auge kräftig aus und geben dieser Wolke einen Schubs. Sie werden sehen, sie setzt sich in Bewegung, bis sie aus ihrem Sichtfeld tritt und irgendwo am Horizont verschwindet.

Selbsthypnose als Stressmanagement
Haben Sie diese Übung abgeschlossen, können Sie nun mit der eigentlichen Selbsthypnose beginnen. Atmen Sie tief ein und dann wieder kräftig aus. Optimal ist dabei die Zwerchfellatmung. Wenn Sie darin ungeübt sind, erkennen Sie diese daran, dass sich beim Ausatmen die Bauchdecke anhebt. Dennoch sollten Sie nicht versuchen, irgendetwas zu erzwingen oder sich dabei zu verkrampfen. Atmen Sie einfach tief ein und aus. Konzentrieren Sie sich dabei völlig auf Ihre Atmung. Stellen Sie sich vor, wie Sie mit jedem Atemzug ein bisschen mehr Entspannung einatmen. Sie können der Entspannung vor Ihrem geistigen Auge ruhig eine Farbe zuordnen. Oder stellen Sie sich eine Lichtquelle vor, deren Licht Sie einatmen. Das hilft zu anfangs, wenn man in dieser Übung noch nicht so erfahren ist und die Entspannung realistischer erleben möchte. Wenn Sie die Entspannung noch steigern möchten, sagen Sie zu sich selbst im Geiste „Mit jedem Einatmen sinke ich tiefer und tiefer in diese wundervolle Entspannung“. Diese Formel ist nicht zwingend notwendig. Testen Sie einfach selbst aus, was Ihnen eher liegt. Nun können Sie sich noch vorstellen, wie Sie jegliche Verspannungen körperlicher oder geistiger Art ausatmen und dabei locker werden, bevor Sie im nächsten Schritt in die Intensivierungsphase der Selbsthypnose eintreten. Dazu stellen Sie sich vor, dass Sie auf einer Treppe stehen, die über zehn Stufen hinab zu einer Tür hinführt. Diese Tür führt zu Ihrem Raum, ein Raum, den nur Sie betreten dürfen und der nur für Sie da ist. In dieser Umgebung können Sie sich komplett fallen lassen. Um ihn zu erreichen, gehen Sie im Geiste jede einzelne Stufe der Treppe hinab. Zählen Sie dabei rückwärts von zehn bis null. Versuchen Sie dabei noch tiefer in diesen Zustand zu versinken. Gedanken wie „Und noch tiefer versinke ich in diesem wunderschönen Schlaf“ oder „Immer tiefer und tiefer sinke ich, meine Entspannung wächst dabei kontinuierlich an“ können diesen Prozess unterstützen. Atmen Sie dabei weiterhin tief und ruhig. Kurz bevor Sie das Ende der Treppe erreichen, quasi kurz bevor Sie auf null zählen und sich vor der Tür befinden, sagen Sie sich „Und bei Null angelangt, sinke ich noch viel tiefer – doppelt so tief – in diesen wunderschönen Schlaf“.

Der magische Raum
Nun stehen Sie vor Ihrem magischen Raum und betreten diesen. Er ist ganz nach Ihrem Geschmack eingerichtet. Sie atmen tief ein und können die Luft förmlich schmecken. Friedvolle Stille breitet sich im Raum und somit auch in Ihnen aus. Lassen Sie diesen Zustand eine Weile auf sich wirken. Erleben Sie, wie ein seltsames Glücksgefühl Ihren Körper durchdringt. Schauen Sie sich jetzt in dem Raum um. Lassen Sie ihren Blick kreisen und entdecken Sie Ihre Schlafcouch. Legen Sie sich dort nieder und fallen Sie dabei in einen noch dreimal so tiefen Schlaf. In dieser Schlafcouch öffnet sich Ihr Unterbewusstsein und Sie überschreiten die Grenze dazu. Machen Sie das Unmögliche möglich und reisen Sie an unbekannte Orte, ferne Länder. In dieser Phase der Selbsthypnose lassen sich alle Schranken überwinden.

Hypnose auflösen
Schon nach der ersten Selbsthypnose sollte sich ein Gefühl der inneren Zufriedenheit bei Ihnen einstellen. Je öfters Sie die Selbsthypnose praktizieren, um so dauerhafter und intensiver kann dieses Gefühl werden. Lösen Sie nun die Hypnose wieder wie folgt auf. Sagen Sie zu sich selbst „Ich werde nun ganz langsam wieder aus diesem wunderschönen Zustand aufwachen. Ich zähle nun von eins bis drei – bei drei angelangt bin ich hellwach, fühle mich fit und frisch.“ Wenn Sie dazu andere Worte benutzen möchten, steht Ihnen dieser Weg frei. Sie sollten nur im gleichen Kontext stehen. Zählen Sie nun von eins bis drei und sagen Sie sich „Ich werde immer wacher und wacher, mein Puls und mein Blutdruck erreichen für meinen Körper optimale Werte.“ Wenn Sie bei drei angelangt sind, öffnen Sie die Augen. Bevor Sie aufstehen, sollten Sie zwei bis drei Minuten vergehen lassen. Danach dürften Sie sich frisch, erholt und ausgeruht fühlen.