Selbstmordgedanken - Suchen Sie sich Hilfe!

Selbstmordgedanken sind grundsätzlich sehr ernst zu nehmen. Ursachen für solche Gedanken sind meist Depressionen, Alkohol- oder Drogenprobleme, Schizophrenie oder persönliche Funktionsstörungen


Selbstmordgedanken sind quälend und in vielen Fällen handelt es sich bei der Auseinandersetzung mit dem eigenen Tod um einen letzten Hilfeschrei und der Kapitulation vor sich selbst. Unlösbare Probleme treiben die Betroffenen dazu und lassen sie in einsamen Momenten verzweifeln. Nicht selten treten Fantasien über die eigene Zerstörung auch in Kombination mit Krankheiten wie Depressionen auf.

 

Warum?
Egal, welche Ursache die Selbstmordgedanken haben, sie sind auf jeden Fall ernst zu nehmen und ein Warnzeichen für das eventuelle Vorhaben eines verzweifelten Menschen. Gerade unter alleinstehenden Männern, die seit längerem arbeitslos sind, ist die Selbstmordrate ungewöhnlich hoch. In den meisten Fällen vermeiden es die Betroffenen auch unter allen Umständen, vorzeitig entdeckt zu werden. Dennoch sollte man zwischen sogenannten Gedankenattacken und der Planung von langer Hand unterscheiden. Zwar ist eine Kurzschlussreaktion genauso gefährlich wie die Umsetzung der Tat nach sorgfältiger Überlegung, dennoch kann eine solche Unterscheidung wichtig sein, wenn es darum geht, geeignete Hilfe zu finden.

 

Eventuelle Ursachen
Denn Gründe für solche Gedanken können neben der bereits genannten Depression auch Alkohol- oder Drogenprobleme, Schizophrenie, persönliche Funktionsstörungen oder Langzeitkrankheiten, die keine Chance auf Heilung geben, sein. Falls Sie allerdings diesen Artikel lesen, weil Sie selbst solche Gedanken haben, dann sollten Sie folgende Punkte berücksichtigen, bevor Sie Ihre Entscheidung treffen.

 

Erste Schritte
Manchmal gibt es Situationen, in denen man sich von der Last des Lebens erdrückt fühlt. Die meisten Menschen stoßen in einzelnen Abschnitten immer wieder auf solche Grenzerfahrungen. Suchen Sie sich daher professionelle Hilfe. Denn alleine schon das Reden über die eigene Situation löst den Druck in Ihnen. Lassen Sie sich nicht selbst mit Ihren Problemen alleine. Denn manchmal kann erst der Rat dritter Ihnen helfen, die Zügel des Lebens wieder selbst in die Hand zu nehmen. Auch wenn dies vielleicht im ersten Moment sehr schwer fällt.

 

Hotline und Krisenstation

In Berlin gibt es in solchen Situationen die Möglichkeit, sich auf eine Kriseninterventions-Station einweisen zu lassen. Diese sind an zwar Krankenhäuser angeschlossen, bieten aber den Patienten im Gegensatz zu einer ambulanten Psychiatrie die Möglichkeit, intensiv über ihre Lebenssituation zu reden. Gerade in akuten Notsituationen kann dies ein Rettungsanker sein, da die Aufnahme Tag und Nacht möglich ist.

Notbremse ziehen
Wenn Sie allerdings zuerst anonym über Ihre Probleme reden möchten, kann auch eine Krisenstation oder ein Krisentelefon erste Anlaufstelle sein. Wichtig ist es, dass Sie Ihre eigene Isolation verlassen und wieder beginnen, sich anderen mitzuteilen.

Professionelle Beratung
Trotzdem sollten Sie nicht mit jedem über Ihre Probleme und Selbstmordgedanken reden. Gerade Personen, die Ihnen nahe stehen, sind meist in ihrer emotionalen Subjektivität Ihnen gegenüber gefangen und können daher keine Ratschläge geben. Im Gegenteil, manchmal bekommen sie sogar Angst und fühlen sich überfordert.

Schritte in Richtung Leben
Die Sorge um sich selbst ist meist der erste Schritt in die richtige Richtung. Selbst wenn Sie sich durch erste professionelle Hilfe besser fühlen, sollten Sie sich auch langfristig um die Probleme, die zu solchen Gedanken geführt haben kümmern. So können Sie in Zukunft nicht nur besser mit Ihren Problemen umgehen sondern auch präventiv an sich arbeiten, damit Sie sich selbst nie wieder in einer solch ausweglosen Situation gefangen fühlen.