Sen Fi - die asiatische Aerobic-Variante

Asiatische Kampfsportelemente und kraftvoll-ruhige Bewegungsabläufe sind die Grundpfeiler des Sen Fi.


Aerobic kennt seit den Jane Fonda-Trainingsvideos aus den achtziger Jahren wirklich jeder. Da ist es verständlich, dass es irgendwann langweilig wird. Doch es haben sich auch so einige Varianten dieses Workouts entwickelt, die Abwechslung versprechen und ihre speziellen Schwerpunkte haben. Sensual Fighting, kurz Sen Fi, wurde ebenfalls als eine Variante des klassischen Aerobic von Christa Traczinski entwickelt, einer bekannten Autorin und Entwicklerin von Wellness-Programmen, Fitness- und Gesundheitskonzepten.

Das Besondere an Sen Fi
Der größte Unterschied des Sensual Fighting, zu deutsch „sinnliches Kämpfen“, zum Aerobic, ist die Tatsache dass die Übungen im Dreiviertel-Takt und nicht im Vierviertel-Takt ausgeführt werden. Die Musik, zu der die Übungen gemacht werden, die „Sen-Fi-Klänge“, orientiert sich nämlich an den traditionellen rituellen Tänzen und der polynesischen Musik im Dreiviertel-Takt. Die Bewegungen wiederum bedienen sich vieler Elemente der fernöstlichen Kampfsportelemente. So findet man Bewegungen aus dem Haka, Kung Fu, Wing Tsun und dem Qigong. Es handelt sich um sowohl entspannende, als auch um kraftvolle und ausdrucksstarke Bewegungsabläufe. Das Besondere ist, dass die kraftvollen und aggressiven Kampfbewegungsabläufe gleichzeitig mit sehr sinnlichen und geschmeidigen Bewegungen in einem einzigen Workout kombiniert werden.

Stärkt Muskeln und Geist
Durch den ständigen Wechsel zwischen kraftvollen und angespannten Kampfbewegungen und den Entspannungsübungen, wird die Muskulatur trainiert. Obwohl es keine schwierigen oder schnellen Übungen sind, wird die Ausdauer enorm trainiert, da die Muskeln stark beansprucht werden. Dennoch bleibt man immer im niedrigen Pulsfrequenzbereich, sodass es trotzdem schonend für das Herz-Kreislauf-System ist. Außerdem kurbelt die Bewegung im niedrigen Pulsbereich die Fettverbrennung an. Noch ein Vorteil ist, dass die Übungen allesamt keine Belastung für die Gelenke darstellen und Sen Fi somit für alle Altersklassen, gerade für ältere Menschen, empfehlenswert machen. Auch wenn es zunächst danach klingt, für Einsteiger ist es keinesfalls schwierig zu erlernen. Es handelt sich zwar um eine Menge spezieller Übungen aus vielen Kampfsportarten, doch achten gute Lehrer sehr darauf, dass diese Bewegungsfolgen langsam und exakt ausgeführt werden. Hastige Schrittfolgen und Action sucht man hier vergebens.
Auch die Entspannung und der Geist kommen nicht zu kurz. Die Übungen werden nämlich von meditativen Atemtechniken begleitet und von Dehnübungen unterbrochen, sodass der Körper zwischendurch die Gelegenheit zum Entspannen hat.