Shampoo Pflege: Haare reinigen mit Extras

Die richtige Shampoo Pflege ist nicht nur einfach Haare waschen, sondern auch die Auswahl des passenden Produkts.


Bis zum Jahr 1933 wurden die Haare noch mit herkömmlicher Seife vom Alltagsschmutz und Schweiß gereinigt. Doch hatte diese Haarpflege nicht unbedingt einen günstigen Effekt auf die Kopfhaut: Durch den hohen alkalischen Wert der Seife entstanden nicht selten Reizungen und juckende Haut. Auch mit dem ästhetischen Ergebnis nach der Haarwäsche war es nicht zum Besten bestellt. Die Haare sahen stumpf und glanzlos aus.
Heute hat man freilich eine weitaus größere Auswahl. Darüber hinaus werden die farbenfrohen und duftenden Produkte in flüssig-cremiger Form hergestellt, früher bekam man Shampoo nur als weißes Pulver.

Wirkweise
Die Anwendung eines Shampoos ist denkbar einfach. Es wird ein kleiner Klecks des Produkts auf Haar und Kopfhaut verteilt und gründlich einmassiert – solange, bis sich ein weißer Schaum gebildet hat. Für diesen sind die Tenside verantwortlich, die so den Kopf von allerlei Verunreinigungen befreien. Talg der Hautdrüsen, Schweiß, Harnstoffe, Milchsäure, abgestorbene Hautpartikelchen und Rückstände von Stylingprodukten können so wirksam entfernt werden.

Komplexes Produkt
Von der Seife von damals zum heutigen Shampoo war es ein langer Weg. Die modernen Haarreiniger sind hoch komplexe Produkte, die aus bis zu 30 verschiedenen Inhaltststoffen bestehen. Es gibt sie für trockenes, strapaziertes, coloriertes Haar oder für Blondinen und Brünette. Sie enthalten Seidenproteine, sollen für extra Geschmeidigkeit sorgen oder das Haar in eine wallende Mähne verwandeln. Die Shampoo Pflege wird an verschiedene Bedürfnisse und die Ansprüche der zukünftigen Kunden angepasst.

Industrieprodukt oder Naturpflege?
Shampoos gibt es sowohl in der Industrieform aber auch als Naturpflege. Letztere Möglichkeit ist besonders für Allergiker oder Menschen mit Hautproblemen eine Möglichkeit, unangenehmen Hautreaktionen nach dem Waschen vorzubeugen. Denn Shampoos sind auch ein Sammelsurium aus Duft- und Farbstoffen, die oft für ebenjene unerwünschte Wirkungen verantwortlich sind. Gerade teure Friseurshampoos schneiden schlecht ab. Einige Produkte enthalten den Wissenschaftlern von Öko-Test“ zufolge Formaldehyd als Konservierungsmittel, auch halogenorganische Verbindungen, die im Verdacht stehen, Allergien und Krebs auszulösen, wurden gefunden.

Shampoo Pflege ganz natürlich: Rezept zum Selbermachen
Ein mildes Shampoo lässt sich auch ganz einfach selbst herstellen. Hauptzutat ist Seifenkraut, das diesen Namen trägt, weil sich beim Kochen dieser Pflanzen ein seifenartiger Schaum bildet. Wie ein reguläres Shampoo reinigt es zuverlässig von Rückständen und alten Hautschüppchen. Für die natürliche Haarpflege werden einfach 100 Gramm Seifenkraut - dieses erhalten Sie in der Apotheke - mit einem halben Liter Wasser vermischt und zum Kochen gebracht. Lassen Sie diese Mischung solange kochen, bis etwa die Hälfte des Wassers verdunstet ist. Nun seihen Sie das Kraut ab, lassen das Shampoo abkühlen und füllen es anschließend in eine Flasche.