Sicher Milch kochen mit dem Milchwächter

Wer heiße Milch liebt, der weiß, wie schnell diese beim Erwärmen überkocht. Ein Milchwächter schlägt jedoch rechtzeitig Alarm.


Schnell ist es geschehen. Man verlässt nur für kurze Zeit die Küche, ein Anruf kommt dazwischen und schon ist es passiert – die Milch ist wieder mal übergekocht, die Herdplatte ist eingesaut und die gesamte Küche riecht verbrannt. Ein Ärgernis, das nicht sein muss. Denn mit dem Milchwächter lässt sich ein Überkochen der Milch auf ganz einfache Art verhindern.

Was ist ein Milchwächter?

  • Bei diesem besonderen Küchengerät handelt es sich um eine etwa ein Zentimeter dicke Scheibe, die meist einen Umfang von etwa acht Zentimetern sowie nach innen gewölbte Kreisflächen aufweist. Die Scheibe wird in den Topf mit Milch gelegt. Bevor es zum Überkochen der Flüssigkeit kommen kann, gibt der Milchwächter schließlich ein lautes, warnendes Klappern von sich.
  • Auch kann die Scheibe ein Überlaufen oder Überkochen hinauszögern, da sie als fester Körper den Siedeverzug hemmt. Meist werden die Scheibe aus Porzellan, hitzebeständigem Glas oder aber aus Edelstahl hergestellt.

Wie's funktioniert

  • Das Klappern der Scheibe ist durch ein einfaches, aber effektives physikalisches Prinzip zu erklären. Beginnt die Milch zu kochen, so entstehen aufsteigende Gasbläschen, die sich unter der Scheibe ansammeln und diese kurz anheben bevor sie entweichen. Auf diese Weise verursachen sie eine immer schneller werdende Auf-und-ab-Bewegung, die Scheibe sinkt auf den Topfboden bevor sie sich wieder erneut abhebt - das warnende Klappern entsteht.
  • Damit das Klappern möglichst gleichmäßig verläuft, besitzen die Scheiben auf jeder Seite eine kleine Einkerbung am Rand, welche von den entweichenden Gasbläschen als „Weg“ an die Oberfläche genutzt werden. Milchwächter sind selbstverständlich geschmacksneutral, die Milch bekommt also keinen Nebengeschmack.
  • Außerdem sind sie nicht nur für das Kochen von Milch einsetzbar, sondern auch kochendes Nudelwasser lässt sich mit der Scheibe wunderbar kontrollieren. Das Küchengerät ist in Süddeutschland übrigens auch unter dem Namen „Klepperle“ sowie in der Schweiz unter der Bezeichnung „Milchklopfer“ bekannt.