Sifrol - Wirkung und Nebenwirkungen

Sifrol Tabletten sind ein rezeptpflichtiges Mittel, das hauptsächlich zur Behandlung von Parkinson-Patienten eingesetzt wird.


Sifrol gibt Hoffnung. Ein Leben mit Parkinson heißt, ein Leben zu führen, mit einer Krankheit ohne Chance auf Heilung und mit der Gewissheit, dass man allmählich die Kontrolle über den eigenen Körper verliert. Meist gelingt es jedoch mithilfe der modernen Medizin, die Symptome über eine lange Zeit hinweg gut unter Kontrolle zu halten beziehungsweise zu unterdrücken. Die Anzahl der Betroffenen ist relativ hoch, doch nur ein kleiner Teil, maximal die Hälfte von ihnen, wird auch behandelt. Über die Ursachen der Krankheit kann man trotz intensiver Forschung keine eindeutige Erklärung abgeben. Auch das erste Auftreten beziehungsweise die ersten Symptome kann man nicht voraussagen oder genau bestimmen. Berühmtestes Beispiel für diese Krankheit ist der Schauspieler Michael J. Fox, der mit Ende zwanzig erkrankt ist. Meistens beginnt die Krankheit erst in einem relativ hohen Alter, da der Rückgang der Nervenzellen ein langsam voranschreitender Prozess ist. Sifrol ist ein Medikament, welches den Menschen helfen soll ihr Leben annähernd normal führen zu können.

Wirkung
Sifrol beinhaltet den Wirkstoff Pramipexol, welcher bei Patienten mit der Parkinson-Krankheit eingesetzt wird und die Produktion von Botenstoffen anregen soll. Der Botenstoff (Neurotransmitter) ist wichtig für die Kontrolle der Bewegungsabläufe des Menschen, jedoch führt der fortschreitende Abbau bestimmter Zellen im Gehirn durch die Parkinson Krankheit dazu, dass das Gehirn diese nicht mehr in ausreichender Menge produzieren kann.

Nebenwirkungen
Sehr häufig kann es zu Schwindel, gestörten Bewegungsabläufen, Schläfrigkeit, niedrigem Blutdruck und Übelkeit kommen. Weniger häufig treten Gegenanzeige wie abnorme Träume, Verhaltensauffälligkeiten, Verwirrtheit, Halluzinationen, Schlaflosigkeit, Ruhelosigkeit, Gedächtnisverlust, Kopfschmerzen, Sehstörungen, Verstopfung, Erbrechen, Müdigkeit, Wasseransammlungen an Armen und Beinen und Gewichtsabnahme auf. Oft kann es auch vorkommen, dass sich die Symptome kurzzeitig verstärken. Während der Schwangerschaft sollte das Medikament nur wenn unbedingt nötig eingenommen werden. Sollte man das Medikament nach der Geburt wieder einnehmen wollen, darf man auf keinen Fall stillen. An Beispielen wie Papst Johannes Paul II, sieht man, dass die Diagnose Parkinson nicht das Ende bedeuten muss. In seinen letzten Lebensjahren war er zunehmend durch die Parkinson-Krankheit mit Lähmungserscheinungen und Schwierigkeiten beim Sprechen in seiner Amtsführung beeinträchtigt, jedoch gab er nicht auf und kämpfte weiter. Medikamente wie Sifrol können auf diesem Weg unterstützen und helfen den Menschen wieder die Kontrolle über ihr eigenes Leben zu geben.