Gerade zum Jahreswechsel an Silvester und wenn Alkohol ins Spiel kommt, ist die Stimmung ausgelassen. Viele begießen zusammen mit Freunden auf einer Party das neue Jahr. Auch jede Menge Raketen und Kracher werden gegen Mitternacht entzündet. Wenn sie in Richtung Himmel steigen, ist alles gut, und man kann sich nach wenigen Sekunden an dem prächtigen Silvester Feuerwerk erfreuen.
Verletzungen an Silvester
Allerdings passieren gerade in der Silvesternacht immer wieder Unfälle. Menschen mit Brand- oder Schnittwunden werden mit dem Notarzt in die Krankenhäuser transportiert und die beschwingte Silvesterparty findet so für manchen ein unschönes Ende.
Sicherheitsvorkehrungen
Wer allerdings aus Sicherheitsgründen nicht auf die bunte Knallerei zu Mitternacht verzichten möchte, sollte zumindest ausreichende Sicherheitsvorkehrungen treffen, um die Risiken einzudämmen. Greifen Sie daher stets auf gekauftes Böllerwerk zurück und versuchen Sie nicht, Ihre Rakete selbst herzustellen. Zum Anzünden von Raketen eignen sich Weinflaschen besonders gut. Graben Sie in Ihrem Garten ein kleines Loch und geben Sie somit dem Boden der Flasche mehr Stabilität. Nach dem Entzünden der Schnurr sollten Sie die weiteren Geschehnisse mit ausreichend Sicherheitsabstand beobachten. Es versteht sich von selbst, dass Knaller und sonstiges Böllerwerk niemals auf Menschen zu richten sind. Halten Sie auch stets einen Eimer Wasser bereit, falls Sie etwas löschen müssen.
Vorsicht Hörschäden
Denn der Knall kann nicht nur zu Verbrennungen führen, sondern auch das Ohr schädigen. Stehen Sie zu nah an Ihrem Bollwerk, können die lauten Knalle das Trommelfell verletzen und ein Hörschaden kann die Folge sein. In diesem Fall sollten Sie nicht zögern und sofort einen Arzt aufsuchen. Denn nur so haben Sie eine Chance, bleibende Schäden zu vermeiden. Auch sollten Sie niemals versuchen, eine Rakete, die sich beim ersten Mal nicht zünden ließ, erneut zu starten. Es kann zu unkontrollierten Reaktionen kommen, die auch böse Verletzungen hervor rufen können. Lassen Sie die Rakete einfach liegen und warten Sie, bis die Zündschnur komplett abgebrannt ist. Erst dann sollten Sie sich dem Böller vorsichtig nähern und zur Sicherheit, dass auch wirklich nichts mehr brennt, einen Eimer Wasser über das Silvester Feuerwerk leeren. Erst dann können Sie sicher sein, dass der Knaller auch wirklich aus ist.
Verbrennungen ersten, zweiten und dritten Grades
Feuerwerkskörper der Klasse II, die nur von Erwachsenen erworben werden dürfen, sollten daher nicht in die Hände von Kindern geraten. Der Umgang mit diesen Böllern erfordert eine gewisse Sorgfalt und Erfahrung, die Kinder nicht haben. Sie können das Risiko nicht richtig einschätzen und gehen meist zu sorglos mit den Silvesterböllern um. Wenn Sie dennoch Ihrem Kind die Knallerei nicht ganz verbieten möchten, sollten Sie es aber bei Knallfröschen belassen. Diese können selbst bei einer Fehlzündung keinen nennenswerten Schaden anrichten.
Auf die Umgebung achten
Feuerwerkskörper sollten nicht in unmittelbarer Nähe zu Krankenhäusern, Altenheimen oder anderen öffentlichen Einrichtungen abgeschossen werden. Zu groß ist die Brandgefahr, die von einem solchen Böller ausgeht. Auch sollten Sie sich auf die Zeiten direkt nach Mitternacht beschränken und nicht gegen drei Uhr erst auf die Idee kommen, Ihr ganzes Arsenal zu verpfeffern. Denn Ruhestörungen mitten in der Nacht werden in der Regel weder von Nachbarn noch von der Polizei toleriert und können im Extremfall sogar mit einer Geldbuße belegt werden.