An Silvester wollen viele Gäste Berliner essen

Was am Silvesterabend für Speisen auf den Tisch kommen, ist fast schon traditionell: zuerst gibt es Raclette oder Fondue und als Dessert will dann jeder einen Berliner essen.


Nicht nur Silvesterbräuche machen das Fest zum Jahreswechsel zu einem wahren Highlight, viele freuen sich auch auf die kulinarischen Genüsse, die an diesem letzten Tag des alten Jahres auf einen zukommen. Dabei ist besonders eine Süßspeise sehr beliebt, die durch eine extravagante Form der Füllung zu einem wahren Spaß werden kann: Berliner essen hat Tradition und sie mit Senf zu befüllen ebenso.

Warum dieses Gebäck gegessen wird

  • Es gibt eigentlich nur Gerüchte, die besagen, aus welchem Grund die Menschen an Silvester gerne Berliner essen. Ob diese nun stimmen oder nicht, sei einmal dahingestellt. Eine nette Anekdote geben sie dennoch her.
  • Es war wohl um 1750 ein Berliner Bäcker, der das leckere Gebäck erfunden und ihm aufgrund seiner Herkunft den Namen verliehen hat. Weil er selbst nicht als wehrtauglich befunden wurde, backte er dennoch aus patriotischen Gefühlen heraus für das damalige Regiment unter Friedrich dem Großen süße Teilchen. Er formte diese deshalb auch als Kanonenkugeln. Ein anderes Gerücht besagt dagegen, dass das Schmalzgebäck schon auf die Ägypter zurückzuführen sei.

Auch Berliner essen Berliner

  • Witzigerweise kennen die echten Berliner den Berliner nicht als Berliner, sondern als Pfannkuchen. Lediglich die Norddeutschen kaufen und essen Berliner unter diesem Namen.
  • Diese mit Marmelade gefüllten Küchlein schmecken aber in jedem Bundesland. Für jeden, der Lust hat, seinen Gästen am Silvesterabend selbstgemachte Berliner aufzutischen, gibt es hier noch ein Rezept.

Rezept für Berliner

  • Sie benötigen für ca. 15 Berliner einen halben Hefewürfel, 150 Milliliter Milch, 300 Gramm Mehl, eine Prise Salz, ein Ei, 25 Gramm Margarine, 50 Gramm Zucker, pro Berliner etwa ein Teelöffel Marmelade und Puderzucker zum Bestreuen.
  • Und so geht's: Den halben Hefewürfel in der Milch auflösen und anschließend das Mehl mit etwas Salz in eine Schüssel geben. Dann das Ei und die Margarine mit dem gesalzenen Mehl kneten und behutsam die aufgelöste Hefe dazugeben bis ein glatter, aber lockerer Teig entsteht. Diesen für etwa eine halbe Stunde an einem warmen Ort ruhen lassen.
  • Wenn der Teig aufgegangen ist, einfach Kugeln formen und dann am besten in der Friteuse bei 175 Grad gut drei Minuten ausbacken. Mit ausreichend Öl geht das Ganze natürlich auch in der Bratpfanne.
  • Abschließend kommt die gewünschte Marmeladensorte in den Berliner, was am leichtesten mit einem Spritzbeutel funktioniert. Dann nur noch in Puderzucker wenden und das Berliner essen kann losgehen!