Silvesterbräuche als Zeichen des Zusammenhalts

Es ist eine schöne Tradition, den letzten Tag des Jahres im Familien- oder Freundeskreis gemeinsam ausklingen zu lassen. Silvesterbräuche dienen dabei nicht nur zur Unterhaltung.


Für gewöhnlich sitzt man am Silvesterabend zu einem gemütlichen Essen beisammen, um, symbolisch betrachtet, in der Gruppe einen schützenden Kreis zu bilden, der vor Dämonen schützen soll. Selbst die servierten Speisen haben symbolische Bedeutungen.

Zu Silvester Essen mit Bedeutung

  • Erbsensuppe und auch Schweinefleisch verheißen im kommenden Jahr beispielsweise einkehrenden Wohlstand, Schwein bringt zusätzlich sogar noch Glück. Im Gegensatz dazu sollte an Silvester auf Geflügel verzichtet werden, davon soll nämlich das Glück wieder davonfliegen. Dafür wird aber gerne Fisch gegessen, der als Zeichen für ein ständiges Vorankommen angesehen wird.
  • Egal, für welches Mahl man sich auch entscheidet, Silvesterbräuche besagen, dass in jedem Fall reichlich von allem aufgedeckt werden sollte, damit man am Neujahrstag noch Reste übrig hat. Diese stehen nämlich dafür, dass im gesamten nächsten Jahr immer genügend Essen im Haus sein wird. 

Silvesterbräuche für eine gute Party

  • Den Silvesterabend nur am Esstisch zu verbringen wäre ja schon eher langweilig. Deshalb wurden über die Jahre hinweg Silvesterbräuche gefunden, die aus jeder Zusammenkunft eine gute Party machen. Auf diese Silvesterbräuche darf in keinem Fall verzichtet werden: Bleigießen, Berliner essen, das Kultstück „Dinner for One“ gemeinsam anschauen und dabei schon das erste Gläschen Sekt vernaschen gehören sicher zu einem gelungenen Silvesteabend. 
  • Kleine Glücksbringer, wie zum Beispiel Glücksklee oder Figuren in Form von Schweinen oder Schornsteinfegern werden verschenkt und um Punkt Mitternacht darf man dann natürlich jede Menge Raketen in den Himmel schießen. Das durch die Raketen gezauberte Lichtermeer und die donnernden Explosionen sind übrigens ebenfalls Dämonen gewidmet, so sollen sie nämlich vertrieben werden.

Silvester rund um den Globus

  • Solche Silvesterbräuche gibt es natürlich nicht nur bei uns. Auch in anderen Teilen der Welt gibt es wiederkehrende Traditionen. In Spanien essen die Menschen beim Jahreswechsel zu jedem Glockenschlag eine Weintraube, also zwölf insgesamt. Bei jeder gegessenen Traube wird sich etwas gewünscht. 
  • Die Schotten setzen da auf Whiskey und Rosinenbrot als Glücksbringer. Und die Japaner haben die sogenannte Mochi, eine Kloßnudel aus Klebereis, die ein glückliches Leben verspricht. Doch das Verspeisen kann auch lebensgefährlich enden, wenn einem der Kloß im wahrsten Sinne des Wortes im Halse stecken bleibt.