Eine gute Möglichkeit für ein spontanes Kennenlernen ohne lange Vorlaufzeiten bieten sogenannte Singleparties. Solche werden in regelmäßigen Abständen in Diskotheken, Bars oder auf Volksfesten organisiert. Sie laufen zumeist nach dem demselben Muster ab. Dabei wird jeder Besucher zu Beginn der Party mit einem Flirt-Button versehen, den er sich anheftet. Diese Buttons unterscheiden sich meist farblich danach, ob ihr Träger Single ist oder nicht. So steht zum Beispiel ein roter Button für "vergeben", ein grüner Button hingegen für "solo". Auf diese Weise können andere Teilnehmer schnell erkennen, welche Personen noch zu haben sind und welche nicht. Dies erleichtert häufig die Hemmschwelle, den anderen Menschen auch tatsächlich anzusprechen, ohne Gefahr zu laufen, sich möglicherweise einen Korb einzufangen.
Die Handy-Variante
Häufig werden solche Buttons auch in Kombination mit einer aufgedruckten Nummer vergeben. Diese Nummer kann über entsprechende Terminals innerhalb der Diskothek in ein Computersystem eingespeist und auf eine Anzeigetafel projiziert werden, wenn eine andere Person mit dieser "Nummer" flirten möchte. Über dasselbe System kann die angesprochene Person anschließend auf die Anfrage antworten. Einige Veranstalter speichern auch die Handynummern ihrer Besucher beim Eintritt zu der jeweiligen Singleparty. Sobald sich ein Interessent für einen der Partyteilnehmer gefunden hat, kann er dessen Codenummer ebenfalls an das Computersystem des Veranstalters senden. Die entsprechende Person wird sodann umgehend per SMS informiert. Bei Sympathie kann eine persönliche Kontaktaufnahme eingeleitet werden. Auch hier ist also zunächst ein anonymes Nachrichtenschreiben möglich, bevor man seinem Favoriten zum ersten Mal persönlich gegenübertritt. Eine Absage wirkt in diesem Falle ebenfalls anonym und wird von den betroffenen Personen häufig weniger persönlich genommen.
Erfolgschancen und Nachteile
Besonders für Schüchterne eignet sich eine solche Singleparty sehr gut, weil der erste Kontakt nicht direkt, sondern in Form von schriftlichen Nachrichten stattfindet. Auch kann das Objekt der Begierde persönlich und doch anonym ausführlich begutachtet werden. Der Vorteil gegenüber anderen Kennenlernformen: Bei gegenseitigem Interesse kann die SMS jederzeit dem persönlichen Gespräch mit dem Partner der Wahl weichen.
Nachteilig ist diese Methode jedoch insofern, als dass sie mit zusätzlichen SMS-Kosten verbunden ist. Eine solcher Flirtversuch wirkt zudem unpersönlich. Insbesondere die Preisgabe der Handynummer zu Beginn der Party birgt das Risiko, dass man in der Folgezeit ungewollte Werbe-SMS des Veranstalters zu aktuellen Party-Events und dergleichem erhält.