Smoothies - Trendgetränk aus den USA

Smoothies sind Gesundheitsgetränke, die speziell mit Vitaminen und Mineralstoffen angereichert sind


Im Zuge der seit einigen Jahren herrschenden Gesundheitswelle hat sich eine amerikanische Mode fest im deutschen Wellness-Markt etabliert: die Smoothies. Hierbei wird – der Name deutet es an – Obst oder Gemüse nicht mehr gegessen, sondern als mehr oder weniger dickflüssiger Brei getrunken. Dies macht weniger Mühe und geht schnell und wird allgemein mit dem Gefühl verbunden, etwas für die Gesundheit zu tun. Vorreiter waren die frisch gepressten, reinen Fruchtsäfte. Der Smoothie soll diese noch an Wirksamkeit übertreffen. Ist dies auch so? Nicht überall wird der Smoothie wirklich ganz ohne Zusatzstoffe hergestellt – zum einen ist der Zusatz von Säften üblich, weil er sonst kaum trinkbar wäre, andererseits werden jedoch auch Joghurt oder Milch, gelegentlich sogar Vitamine oder Mineralstoffe zugesetzt. Dann ist die Grenze zum so genannten „Convenience Food“ (engl. für bequemes Essen) überschritten, also zu Lebensmitteln mit erwünschtem gesundheitlichem Zusatzeffekt.

Sind Smoothies wirklich gesund?
Weshalb gelten Smoothies als so gesund? Neben den Vitaminen und Mineralstoffen der frisch gefertigten Smoothies- Regalware verliert sehr schnell ihren Vitamingehalt; auch durch das übliche Erhitzen nehmen manche Vitamine Schaden- spielen die Ballaststoffe eine große Rolle. Es gilt, je dünnflüssiger der Smoothie ist, desto stärker wurde er mit Säften verdünnt und desto weniger dieser beispielsweise die Darmtätigkeit anregenden und für ein Sättigungsgefühl sorgenden Fasern sind enthalten. Smoothies sind aufgrund ihrer Konzentration jedoch nicht nur Vitamin- und Mineralstofflieferanten, sie enthalten – wie ihre dünnflüssigeren Verwandten, die Säfte – ein hohes Maß an Fruchtzucker. Bei Säften hat dies zu der Empfehlung geführt, sie stets mit Mineralwasser verdünnt zu genießen. Fruchtzucker geht schnell ins Blut und fördert kurzfristig die Konzentration; wenn der Smoothie jedoch keine anderen Zuckerarten enthält, die der Körper langsamer aufnimmt, kann sich ein anschließendes Leistungstief oder Hungergefühl einstellen. Allergiker sollten genau auf die Inhalte achten; nicht zuletzt die Kombination verschiedener Fruchtpürees und -säfte kann Unverträglichkeiten steigern.

Sinnvolle Ergänzung zur täglichen Nahrung
Der Smoothie kann somit keine vollständige Mahlzeit ersetzen – und schon gar keine, die aus Obst und Gemüse besteht, die gekaut werden muss und deren Inhaltsstoffe vom Körper erst schrittweise aufgenommen werden. Fettlösliche Vitamine werden vom Körper nur verwertet, wenn der Smoothie - oder zeitgleich eingenommene Nahrung- Fett enthält. Aus diesem Grund enthalten manche dieser zumeist recht teuren Getränke auch Olivenöl oder andere Öle. Trotzdem können Smoothies eine sinnvolle Ergänzung zur täglichen Ernährung sein, wenn es aus Zeit- oder Bequemlichkeitsgründen nicht leicht fällt, die empfohlene Tagesdosis von mindestens fünf Einheiten Gemüse und Obst zu essen. Eine Alternative dazu sind sie nicht. Auch zum Sparen eignen sich Smoothies nicht – ihr Preis bewegt sich bestenfalls im Rahmen des Pendants am Obst- und Gemüsestand.

Smoothies selber machen
Im Rahmen von Diäten oder auch in der Schwangerschaft liefern sie auf leicht verdauliche Weise wichtige Zusatzstoffe wie Folsäure oder Eisen. Als gesunde Zwischenmahlzeit, die auch für Kinder geeignet ist, können sich frisch und wenn möglich aus ökologisch erzeugten Früchten bereitete Smoothies sehen lassen. Alternativ zum gekauften Smoothie lässt er sich ganz leicht selbst herstellen und beliebig abwandeln: eine Tasse Blaubeeren, eine Tasse Brombeeren, eine Banane, fünf Erdbeeren pürieren. Mit Joghurt oder Sojamilch zur gewünschten Konsistenz auffüllen. Mit einem Zweiglein Minze dekorieren und bald trinken.