So berechnen Sie Ihren Heizungsstrom

In Zeiten in denen die Energiepreise drastisch zunehmen und das ökologische Bewusstsein wächst, will man wissen was der Heizungsstrom kostet.


Beim Beziehen neuer Räumlichkeiten, sei es in einem Mietverhältnis oder als stolzer Herr der eigenen vier Wände, ist es wichtig, sich ein klares Bild der anfallenden Energiekosten zu machen. Aber auch für all jene, die die Wirtschaftlichkeit eines bestimmten Heizsystems der Wärme aus der Steckdose gegenüberstellen wollen, beginnen die Überlegungen mit der Berechnung des Heizungsstroms.

Der Einstieg in die Kostenrechnung.

  • Als einfaches Beispiel kann hier der Betrieb eines Heizlüfters herangezogen werden. Ein solches Gerät bringt bei Vollauslastung eine Leistung von etwa 2.000 Watt. Wenn man nun von einem derzeit üblichen Preis von 25 Cent pro Kilowattstunde ausgeht, dann erschließt sich die Summe von 50 Cent, die fällig wird wenn man eine Stunde lang mit seinem Heizlüfter für mollige Wärme sorgt.
  • Wird dann in der kälteren Jahreshälfte pro Tag im Schnitt drei Stunden damit geheizt, so kann man sich auf einen Betrag von 270 Euro einstellen, der jährlich zur Stromrechnung hinzu addiert wird.
  • Nach diesem Prinzip kann man die Betriebskosten eines jeden elektrischen Verbrauchers einschätzen – vorausgesetzt man kennt den aktuellen Strompreis und die Leistung des Gerätes.

Strom als primäre Wärmequelle in Gebäuden

  • Wenn die Räumlichkeiten nun mit einer Nachtspeicherheizung betrieben werden, muss man die Zählerstände kennen um genau zu wissen welche Kosten der Heizungsstrom verursacht. Dort kann man ablesen, wie viel Kilowattstunden verbraucht wurden und kann sie einfach mit dem geltenden Tarif multiplizieren.
  • Gleiches gilt für alle elektrischen Gebäudeheizungen. Solche Heizsysteme besitzen oft einen zweiten Zähler, welcher aktiv wird wenn der Anbieter den günstigeren Niedertarifstrom bereitstellt. Dies geschieht zu Zeiten mit niedriger Gesamtauslastung, also in der Regel nachts.
  • Üblicherweise werden Nachtspeichergeräte mit Leistungen zwischen fünf und zehn Kilowatt betrieben und laden sich hauptsächlich nachts für circa acht Stunden mit Wärme auf. Somit ist festzustellen wie viele Geräte im Haushalt betrieben werden, damit vorab eingeschätzt werden kann was der Heizungsstrom kostet.
  • Es spielen jedoch weitere Faktoren eine Rolle wenn die Gesamtwirtschaftlichkeit ermittelt werden soll. Elektrische Heizsysteme sind für gewöhnlich relativ günstig was Anschaffung und Wartung angeht. Allerdings besitzen diese Anlagen einen vergleichsweise niedrigen Wirkungsgrad und sind nicht besonders Umweltfreundlich.