Solarium - Bewusst die künstliche Sonne genießen

Das Bräunen unter dem Solarium kann große Folgen haben. Durch die erhöhten UVA- und UVB-Strahlen wird das Risiko für Hautkrebs stark erhöht.


Der Gang ins Solarium kann uns an nassen und kalten Tagen ein Gefühl von wohliger Wärme verschaffen. Nebenbei wird man sommerlich braun, was viele die gesundheitlichen Gefahren der künstlichen Sonnenstrahlung verdrängen lässt. Doch diese sollten nicht unterschätzt werden. Wie natürliches Licht auch, kann die UV-Strahlung der Bräunungsgeräte die Hautzellen auf Dauer schädigen und so Hautkrebs auslösen.

 

Gerade für Jugendliche gefährlich

Zahlreiche Gesundheitsorganisationen wie die Weltgesundheitsorganisation (WHO), die Europäische Gesellschaft für Hautkrebsvorbeugung und die International Commission on Non-Tonizing Radiation Protection (ICNIRP) empfehlen deshalb, künstliche UV-Strahlung nicht zu kosmetischen Zwecken zu nutzen. Kinder und Jugendliche sind aufgrund ihrer empfindlicheren Haut besonders gefährdet und sollten der Strahlung von Solarien überhaupt nicht ausgesetzt werden. Auch Menschen mit sehr heller, empfindlicher Haut und Sommersprossen sollten Heimsonnen und Solarien konsequent meiden.

 

Bedrohliche UVB-Strahlen
Wie die Sonne senden Solarien UVA-Strahlen und teilweise auch UVB-Strahlung aus. Zwischen den Geräten gibt es allerdings erhebliche Unterschiede. Wer sich trotz der gesundheitlichen Gefahren zum Kauf eines Bräunungsgeräts entschließt, sollte sich in jedem Fall genau über die Eigenschaften der Heimsonne informieren. Zu vermeiden sind alle Geräte, die einen besonders hohen Anteil an UVB-Strahlen absondern. Diese sind besonders gesundheitsschädlich. Die meisten Geräte, die zu Hause genutzt werden können, strahlen eine mittelhohe Dosis an UVB-Strahlen ab. Eine Nutzung in Maßen ist in jedem Fall angebracht. 

Braun dank UVA-Strahlen
Solarien arbeiten dagegen in aller Regel mit UVA-Hochleistungsstrahlern. Diese Geräte strahlen einen deutlich höheren Anteil an UVA-Strahlen ab, als in natürlichem Sonnenlicht enthalten ist. Die Menge an UVA-Strahlung, die diese modernen Geräte aussenden, reicht aus, um die Zellen schon nach kurzer Zeit zur Produktion von Melanin anzuregen. Damit wird ein rascher Bräunungsprozess ausgelöst. Die Bräune hält außerdem lange an. Der Preis der Schönheit ist wie beim Sonnenbaden auch eine vorzeitige Hautalterung und eine signifikante Steigerung des Risikos, an Hautkrebs zu erkranken.

 

Schwarze Schafe erkennen
Beim Besuch eines Solariums sollte generell darauf geachtet werden, dass das angestellte Personal gut informiert und geschult ist. Eine ausführliche Beratung im Vorfeld ist Pflicht. Studieren Sie außerdem die in der Kabine angebrachten Schutzhinweise und Gebrauchsanweisungen mit Sorgfalt und beachten Sie die Hinweise unbedingt. Sollte es weder eine Beratung, noch Hinweise zur Nutzung geben, verzichten Sie auf den Besuch des Solariums. Achten sie ebenfalls darauf, ob die Sonnenbänke nach jeder Nutzung gründlich gereinigt werden. 

Nicht für jeden geeignet
Vor allem Nutzer mit Hautkrankheiten und solche, die Medikamente einnehmen, sollten vorher mit einem Arzt sprechen, da manche Medikamente zu einer erhöhten Lichtempfindlichkeit führen können. Halten Sie sich unbedingt an die für Ihren Hauttyp empfohlene Anfangsbestrahlungsdauer. Für den Schutz der Augen liegen in fast jedem Solarium UV-Brillen bereit. Kosmetika sollten schon einige Stunden vor der Bestrahlung entfernt werden. In jedem Fall sollten Sie Ihrer Haut Erholungspausen gönnen. Verzichten Sie auf eine ganzjährige, intensive Dauerbräune. Auch ein zarter Schneewittchenteint hat seine Reize!