Solarium: Was passiert mit der Haut?

Wenn in den Wintermonaten die Tage kürzer werden, kann das Solarium als Alternative zur natürlichen Sonnenstrahlung genutzt werden.


Wenn in den Wintermonaten die Tage kürzer werden, kann das Solarium als Alternative zur natürlichen Sonnenstrahlung genutzt werden. Das ultraviolette Licht der Sonne ist für Vorgänge im menschlichen Körper wichtig und somit auch für die Gesundheit und das persönliche Wohlbefinden. Sonnenlicht beeinflusst die Produktion des Melatonin in der Haut. Dieser als Hormon eingestufte Botenstoff steuert unter anderem den Schlaf-Wach-Rhythmus. Der Gang ins Sonnenstudio kann also der gefürchteten Wintermüdigkeit vorbeugen. Da das Melatonin ebenfalls für den Bräunungseffekt der Haut verantwortlich ist, kann als kleines Extra ein frischeres und gesünderes Aussehen der Haut erreicht werden.

Für die Vitamin-D3-Produktion im Körper ist Sonnenlicht unentbehrlich. Bei dem mit der Nahrung aufgenommenen Vitamin D handelt es sich lediglich um eine Vorstufe, die mit Hilfe von ultravioletten Strahlen vom Körper in das eigentliche Vitamin D3 umgewandelt wird. Da dieses Vitamin unter anderem für die Bildung von Knochen und Zähnen verantwortlich ist, kann der Gang ins Sonnenstudio Mangelerscheinungen vorbeugen.

Linderung und Heilung durch Sonnenstrahlen
Schon vor über 100 Jahren hat die Medizin die Heilungsmöglichkeiten der Sonnen- und Lichttherapie erkannt und eingesetzt. Im Jahre 1895 setzte der dänische Arzt Dr. Niels Ryberg Finsen künstliches Licht zur Heilung von Pocken und Hauttuberkulose ein. In seinem Kopenhagener Institut entwickelte er spezielle Kohlebogenlampen, die er in den Wintermonaten zur Behandlung seiner Patienten verwendete. Diese sogenannten Finsen-Lampen waren die Vorläufer der heutigen Solarien - die Geburtsstunde der Lichttherapie.

Einsatz der Lichttherapie in der heutigen Zeit
Heutzutage wird die Bestrahlung im Solarium bei verschiedenen Hauterkrankungen eingesetzt. Neurodermitis ist nur eine der vielen Krankheiten, bei der eine Lichttherapie gute Behandlungserfolge gezeigt hat. Die Bestrahlung mit ultraviolettem Licht lindert das Leiden und in manchen Fällen kann so die Behandlung mit Kortison vermindert oder sogar eingestellt werden. Gute Erfolge werden auch bei der Behandlung von Akne und Schuppenflechte erzielt. Hautpatienten sollten aber unbedingt eine adäquate Lichtbehandlung zuvor mit ihrem behandelnden Arzt absprechen.

Behandlung durch einen Facharzt ist wichtig
Obwohl diese Therapie eine gute Behandlungsmöglichkeit darstellt, ist sie nicht unumstritten, da durch die Bestrahlung der Alterungsprozess beschleunigt und die Entstehung von Hautkrebs begünstigt werden kann. Daher ist es ratsam die Behandlung von Hautkrankheiten immer unter die Aufsicht eines Facharztes zu stellen, da dieser die verschiedenen Hauttypen am besten kennt und so gezielt Dauer und Intensität der Bestrahlung bestimmen kann. Ein Zuviel an Strahlung kann die Haut unnötig reizen und das genaue Gegenteil des gewünschten Erfolges mit sich bringen.