Sonnencreme selber herstellen

Wenn Sie Ihre Sonnencreme selber herstellen möchten, erfahren Sie hier, wie es geht


Sonnencreme kann man auch selber herstellen. Wer geübt im Herstellen von Cremes ist, dem sollte es nicht schwerfallen. Aber auch für Anfänger ist es schnell zu erlernen. Eine Sonnencreme besteht, wie andere Cremes auch, aus einer Fettphase sowie einem Wasseranteil. Hinzu kommen die chemischen und physikalischen Filter. Physikalische Filter bestehen aus sehr fein gemahlenem Titandioxid oder Zinkoxid. Als chemischen Filter kann man zum Beispiel Parsun (Octyl methoxycinnamate) verwenden. Hierbei handelt es sich um einen flüssigen Filter, der allerdings lediglich die UV-A-Strahlung effektiv abblockt. Die Lichtschutzfilter kann man sich im Internet bestellen. Es werden auch verschiedene, bereits gemischte Lichtschutzfilter angeboten, die höhere Lichtschutzfaktoren bieten und auch UV-B-Strahlung abhalten.

Die Herstellung
Der erste Schritt um eine Sonnencreme selber herstellen zu können ist es, den Lichtschutzfilter (meist ein weißes Pulver) in einem erhitzen Pflanzenöl seiner Wahl aufzulösen. In diese Fettphase der späteren Creme werden Emulgatoren wie Tegomuls, der aus Pflanzen gewonnen wird, oder Kakaobutter gegeben, um die Mischung von Wasser und Öl zu erleichtern. Wenn man Kakaobutter verwendet, muss darauf geachtet werden noch einen weiteren Emulgator hinzuzugeben. Die Kakaobutter wird hauptsächlich dazu verwendet eine schöne Konsistenz zu erreichen. Sind die Zutaten geschmolzen, kann man vorsichtig Wasser unter ständigem Rühren dazugeben. Ist die Emulsion (Wasser/Öl-Gemisch) auf Handwärme abgekühlt, können Pflegestoffe wie Aloe Vera, Vitamine oder ätherische Öle und weitere Zusatzstoffe, wie ein Konservierungsmittel hinzugegeben werden. Nachdem die Creme in eine Dose umgefüllt hat, sollte man sie am Besten im Kühlschrank aufbewahren.

Verwendungshinweise
Bei selbstgemachter Sonnencreme kann man den LSF nicht mit Sicherheit feststellen. Auch wenn auf den Verpackungen der Filter die erforderlichen Mengenangaben zum Erreichen eines bestimmten LSF gemacht werden, kann es bei der fertigen Sonnencreme zu Schwankungen bei der Höhe des Schutzfaktors kommen. Mit einem selbst hergestellten Produkt ist daher immer eine gewisse Skepsis angeraten. Viele der erhältlichen Lichtschutzfilter haben nur einen geringen Faktor, den man erreichen kann. Wenn man einen Urlaub in einer sehr heißen Region plant, ist es deshalb sicherer, auf ein industriell gefertigtes Produkt zurückzugreifen. Denken Sie bei der Herstellung auch daran, dass es Stoffe gibt, die bei Licht und Hitzeeinwirkung schädliche Eigenschaften für die Haut entwickeln können. Erkundigen Sie sich also genau danach, ob die verwendeten Duft- und Pflegestoffe in der Sonne stabil bleiben und keine Reizungen oder gar dauerhafte Schäden hervorrufen. Je weniger Zusatzstoffe in der Sonnencreme enthalten sind, desto sicherer ist sie für die Haut.