Sonnenkosmetik - UV-Schutz

Damit es trotz Sonnenbaden nicht zu einem Sonnenbrand kommt, sollte man sich mit einer Sonnencreme schützen


Die Erfindung der Sonnencreme
Die Sonnencreme haben wir dem Österreicher Fritz Greiter zu verdanken und gehört zu den populärsten Prudukten wenn es um UV-Schutz geht. Die Idee zur Entwicklung eines Sonnenschutzproduktes hatte er 1938. Benjamin Greene erfand 1944 erstmals eine Sonnencreme die einen, wenn auch geringen, Schutz bot. Sein Anliegen war es, Soldaten aus dem Zweiten Weltkrieg vor Sonnenbrand zu schützen. 1962 wurde der Lichtschutzfaktor eingeführt. Seit dem wurden viele Neuerungen in der Entwicklung von Sonnencreme von Fritz Greiter beziehungsweise seiner Firma hergestellt. Als erstes Unternehmen verkauften sie 1968 Sonnencreme mit UV-A-Schutz, 1975 wurde die erste wasserfeste Sonnencreme auf den Markt gebracht. Mikro-Partikel fanden erstmals 1989 Verwendung in der Sonnencreme und seit 1993 wird Vitamin E zugesetzt. Auch heute noch forschen Hautärzte und Wissenschaftler in umfangreichen Versuchen, um Sonnencreme noch effektiver und sicherer zu machen.

 
Was ist Sonnencreme?
Sonnencremes gehören zu den pflegenden und schützenden Produkten von Sonnenkosmetik, die auf die Haut aufgetragen werden, um diese vor der Sonnenstrahlung, insbesondere vor der UV-A- und UV-B-Strahlung, zu schützen. Es gibt zwei verschiedene Möglichkeiten, wie dieses erreicht werden kann. Die Standard-Sonnencremes beinhalten verschiedene chemische Verbindungen und ziehen in die Haut ein. Diese chemischen Verbindungen oder Filter absorbieren dort die Strahlungsenergie und wandeln sie in hautfreundliche Wärmeenergie um. Dies geschieht in unserer Haut auf natürliche Weise durch das Melanin. Die künstlichen Filter können allerdings schneller und effektiver arbeiten, sodass unsere Zellen besser vor der UV-Strahlung geschützt sind. Eine zweite Art von Sonnencreme (physikalische oder mineralische Sonnencremes) macht sich kleine Partikel zunutze. Diese bleiben auf der Oberfläche der Haut und reflektieren dort die Sonnenstrahlen. Bei den Partikeln handelt es sich zumeist um Titandioxid oder Zinkoxid. Die physikalischen Sonnencremes sind für Allergiker und Kleinkinder geeignet, da sie an der Hautoberfläche bleiben und so keine Chemikalien in den Körper gelangen. Eine gesundheitsschädigende Wirkung wurde bis jetzt nicht gefunden. Je nach Größe der Partikel, die in der Sonnencreme enthalten sind, kann ein weißer Film auf der Haut sichtbar sein. Hier gilt, je kleiner die Partikel desto unsichtbarer. Man muss bei diesen Cremes allerdings oft nachcremen, da sie leicht abgerieben werden können, sie benötigen aber keine Einwirkzeit von 30 Minuten, wie viele chemische Cremes.

Breitbandprodukte
Es sind auch Produkte von Sonnenkosmetik auf dem Markt, die beide Techniken kombinieren. Sie enthalten sowohl chemische Stoffe als auch physikalische Filter. Unter Breitbandsonnencreme oder Breitbandfilter, versteht man Filter, die UV-A- und UV-B-Strahlung absorbieren. Sie sind in der chemischen, physikalischen und der kombinierten Variante erhältlich. Für empfindliche Hautpartien wie Augen und Gesicht sind spezielle Produkte verfügbar. Als Sunblocker wurden früher Sonnencremes mit einem Lichtschutzfaktor von 40 oder höher bezeichnet. Mittlerweile ist die Bezeichnung aber untersagt worden, da auch eine Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor nie komplett vor UV-Strahlung schützen kann.