Sonografie (Ultraschalluntersuchung)

Die Sonografie ist ein gängiges Untersuchungsverfahren der heutigen Medizin.


Die Sonografie, auch Ultraschall genannt, gehört zu den bildgebenden Verfahren. Sie wird in der Medizin eingesetzt, um Gewebe des Menschen zu untersuchen. Diese werden bildlich dargestellt, indem der Schallgeber Ultraschallwellen in den Körper sendet, die dann von dem Gewebe zurück an den Schallgeber reflektiert werden. Am Monitor erscheint dann das Bild.

Funktion
Die Sonografie dient dem Zweck der Vorsorge, Nachsorge sowie zur Findung von eventuellen Abnormitäten und krebsverdächtigen Herden.

Anwendungsgebiete
Die verwendeten Strahlen der Sonografie sind im Gegensatz zu den Röntgenstrahlen risikolos und werden aus diesem Grund sehr häufig in der Medizin angewendet. So ist die Ultraschalluntersuchung sind während der Schwangerschaft schon ein Standardverfahren der Vorsorge. So können bereits die körperliche Entwicklung von Föten und eventuelle Abnormitäten im Mutterleib festgestellt werden.
Auch spielt die Sonografie bei akuten Abdomen, Gallensteinen sowie bei der Untersuchung von Niere, Blase, Herz und Schilddrüse eine große Rolle.
Selbst in der Gynäkologie ist das Ultraschallverfahren eine nicht mehr wegdenkbare Methode, um Gebärmutter und Eierstöcke zu untersuchen.

Geschichte
Die Ultraschallwellen entstanden jedoch nicht zum Zwecke der Medizin, sondern der Kriegsführung. Paul Langevin entwickelte im Ersten Weltkrieg Ultraschallwellen mittels Quarzkristallen, durch die die Ortung von U-Booten möglich war. Die Intensität der Strahlen war jedoch so hoch, dass die im Wasser befindlichen Fische dadurch getötet wurden. Eine medizinische Anwendung war somit also ausgeschlossen.
Erst nach dem Ende des Ersten Weltkrieges wurde ein schonendes Verfahren von S. J. Sokoloff und Floyd A. Firestone entwickelt, das jedoch der Prüfung von Werkstoffen dienen sollte. Durch die Ultraschallwellen konnten somit Materialfehler gefunden werden.
Erst 1942 kam erstmalig ein Ultraschallgerät bei einem Menschen zur Anwendung.

Allgemein
In der Medizin werden Frequenzen zwischen 1 und 40 Megahertz verwendet, die oberhalb der menschlichen Hörgrenze liegen und damit nicht hörbar sind. Die Intensität des Schalls sollte bei 100 Mikrowatt pro Quadratzentimeter liegen.

Risiken einer Sonografie
Das Anwenden von Ultraschallwellen gilt als risikolos. Es treten weder Schmerzen noch eine hohe Strahlenbelastung auf. Werden die Sonden jedoch in den Mastdarm oder in die Speiseröhre, beispielsweise zur Untersuchung des Herzens eingeführt, kann es lokal zu Schmerzen kommen, die jedoch mit einer örtlichen Betäubung reduziert werden. Zwar sind bis jetzt keine Folgeerscheinungen durch die Anwendung des Ultraschalls bekannt, doch sollten Untersuchungen mit diesen Strahlen nicht überhand nehmen und der Gebrauch so gering wie möglich gehalten werden. Gerade bei Schwangerschaftsuntersuchungen ist es nicht belegt, dass die hohe Schallintensität nicht doch Auswirkungen auf den Fötus haben könnte.
Besonders Doppler- und Farb-Doppler-Untersuchungen arbeiten mit einer besonders hohen Schallintensität.