Soziale Faktoren als Verursacher einer Depression

Auch soziale Faktoren, wie Stress oder traumatische Ereignisse, können eine Depression auslösen.


Soziale Faktoren spielen beim Verursachen einer Depression eine wesentliche Rolle. Die Scheidungsrate steigt immer noch an, mit ihr werden auch Depressionen häufiger, die sozialen Ursprungs sind. Geschiedene Menschen leiden signifikant häufiger an Depressionen als Personen mit enger Bezugsperson. Gerade nach einer langen Ehe ist die Wahrscheinlichkeit besonders hoch in ein tiefes Loch zu fallen. Häufig haben die Betroffenen dann das Gefühl alles falsch gemacht zu haben und die Hälfte ihres Lebens vergeudet zu haben.

Ereignisse
Belastende Lebensereignisse erhöhen die Wahrscheinlichkeit, dass eine Depression ausbricht. Vor allem dann, wenn mehrere schlimme Ereignisse aufeinander folgen. Diese Ereignisse müssen nicht zwangsläufig mit einer Person oder einem aktuellen Problem in Zusammenhang stehen. Auch Erlebnisse in der Kindheit können zu einer Depression führen. Ein traumatisches Erlebnis früh im Leben, wie zum Beispiel der Tod eines Elternteils, erhöht die Chance immens später in schwierigen Situationen eine Depression auszubilden. Dazu gehört auch die Trennung von der Mutter in einer bestimmten Entwicklungsphase.

Häufig ist der Auslöser für eine Depression der Verlust eines geliebten Menschen. Die Depression entsteht dann meist, wenn der Betroffene mit einem oder mehreren Problemen nicht mehr fertig wird.

Stress
Soziale Faktoren, die zu einer Depression führen können, sind meist auch auf anhaltenden Stress zurückzuführen, hder sich auch im Berufsleben wiederfindet. Das menschliche Gehirn schüttet bei Belastungen Stresshormone aus, wenn diese Belastung vorbei ist, sinken die Stresshormone wieder auf den Normwert ab. Bei Depressiven kommt es dagegen nicht zur Abnahme der Stresshormone, sie weisen einen erhöhten Cortisol-Spiegel auf.