Späte Schwangerschaft - Risiken fürs Kind steigen

Für Kinder bleibt dann in jungen Jahren wenig Zeit, sodass sich viele Frauen bewusst für eine späte Schwangerschaft entscheiden.


Viele prominente Mütter machen es vor: Nach einer erfolgreichen Karriere werden sie zu einem sehr späten Zeitpunkt im Leben Mutter. Auch „normale“ Mütter folgen diesem Trend. Früher war es so geregelt, dass der Mann zur Arbeit ging und für das Geld sorgte, während die Frau zu Hause die Kinder hütete. Durch die Emanzipation der Frau ist es heute so, dass auch Frauen eine berufliche Karriere beginnen.

 

Für Kinder bleibt dann in jungen Jahren wenig Zeit, sodass sich viele Frauen bewusst für eine späte Schwangerschaft entscheiden.

Hohe Behinderten- und Fehlgeburtenrate
Eine späte Schwangerschaft wird generell als Risikoschwangerschaft bezeichnet. Dieser Umstand liegt unter anderem daran, dass der Körper sich im zunehmenden Alter schlechter an hormonelle Umstellungen gewöhnen kann. Doch auch für das Kind birgt die späte Schwangerschaft einige Risiken. Statistiken zufolge leiden Kinder von Müttern über 35 sechs Mal häufiger am gefürchteten Downsyndrom (Trisomie 21). Verschiedene Erkennungsmethoden ermöglichen dem Arzt bereits in der Schwangerschaft die Diagnose Trisomie 21 zu stellen. Das Problem dabei ist jedoch, dass beispielsweise eine Fruchtwasseruntersuchung die Wahrscheinlichkeit einer Fehlgeburt erhöhen kann. Bei einer späten Schwangerschaft ist die Fehlgeburtenrate jedoch ohnehin erhöht, sodass riskante Untersuchungen nach Möglichkeit vermieden werden sollten. Doch nicht nur für das Kind kann eine späte Schwangerschaft Komplikationen mitbringen, auch für die Mutter gibt es einige Risiken. So steigt mit zunehmendem Alter die Wahrscheinlichkeit an einer Schwangerschaftsdiabetes zu erkranken. Als Gegenmaßnahme sollten Blutzucker und Blutdruck vom Arzt in engen Abständen kontrolliert werden.

Schwangerschaft zunehmend unwahrscheinlicher
Der Körper einer Frau bereitet sich mit zunehmendem Alter immer mehr auf die Menopause vor. Der Hormonspiegel verändert sich und der Körper ist nicht mehr auf eine Schwangerschaft eingestellt. Zwar werden nach wie vor Eizellen produziert, aber die Wahrscheinlichkeit der Einnistung sinkt. Frauen über 35 haben daher meist wesentlich größere Schwierigkeiten gewollt schwanger zu werden als Frauen jüngeren Alters.

Alternative künstliche Befruchtung
Für Frauen die Probleme haben schwanger zu werden gibt es generell die Möglichkeit der künstlichen Befruchtung. In höherem Alter kann es sein, dass diese Methode für die Frau die einzige Chance ist schwanger zu werden. Bei diesem Verfahren werden die Eizellen außerhalb des Körpers befruchtet und später wieder in den Uterus der Frau eingesetzt. Statistiken haben ergeben dass es bei künstlich erzeugten Schwangerschaften häufiger zu Mehrlingsgeburten kommt. Die Frau sollte sich darüber bewusst sein, bevor sie sich für das Verfahren entscheidet.

Ältere Mütter achten mehr auf sich
Auch wenn bei hohem Alter der Mutter grundsätzlich ein erhöhtes Risiko besteht, gibt es auch Vorteile gegenüber jungen Müttern. Eine Frau über 35 nimmt meist wesentlich gewissenhafter ihre körperlichen Signale zur Kenntnis und schont sich in der Schwangerschaft. Auch Termine beim Gynäkologen werden zuverlässiger eingehalten. Je älter eine Schwangere ist, desto besser kennt sie ihren eigenen Körper. Veränderungen am eigenen Körper werden von einer älteren Frau wesentlich schneller erkannt und dem Arzt mitgeteilt. Wichtig ist die Stimme des eigenen Körpers in Kombination mit ärztlicher Vorsorge. Ein weiterer Vorteil bei einer späten Schwangerschaft ist der Umgang mit dem