Spätschwangerschaft: Der richtige Zeitpunkt für ein Kind

Die Entscheidung früh ein Kind zu bekommen oder auf eine Spätschwangerschaft zu setzen, hängt von vielen Faktoren sowie der persönlichen Einstellung ab.


Wann in der Lebensplanung der richtige Zeitpunkt für ein Kind gekommen ist, ist nicht immer leicht zu bestimmen. Vielen ist zunächst der berufliche Werdegang wichtig. Nach dem Schulabschluss folgt eine Ausbildung oder ein Studium. Diese Grundlagen sollen für einen Beruf sorgen, sodass frau finanziell unabhängig ist. Besonders Akademikerinnen bauen ihr Leben nicht mehr um einen Versorger, dem Ehemann, auf und sehen ihren Lebensinhalt im Kinder bekommen.
Natürlich besteht aber auch bei vielen Frauen mit Karrierezielen der Wunsch nach Kindern und Familie. Wann dies allerdings in den zeitlichen Rahmen passt, wird unterschiedlich betrachtet. Vor allem sollen aber der Erfolg im Beruf sowie der richtige Partner als Grundlagen vorhanden sein.

Statistisch gesehen
Die meisten Karrierefrauen bekommen ihre Kinder immer später, wenn sich die beruflichen Ziele erfüllt haben und der Fokus auf die Familiengründung gelegt werden kann.
Mit zunehmendem Alter wird es allerdings immer problematischer schwanger zu werden.
Statistisch gesehen liegt die Wahrscheinlichkeit einer 20- bis 25-jährigen Frau schwanger zu werden bei 30 Prozent pro Monatszyklus. Davon werden 80 Prozent innerhalb eines Jahres tatsächlich schwanger und während des folgenden halben Jahres nochmal zehn Prozent. Das beste Alter um schwanger zu werden, hinsichtlich der Fruchtbarkeit, ist 27 Jahre. Ab dem 35. Lebensjahr sinken die Chancen rapide. Eine Schwangerschaft mit 40 Jahren liegt bei 10 Prozent und ab dem 45. Lebensjahr nur noch bei zwei bis drei Prozent. Somit kann man sagen, dass die Uhr mit zunehmendem Alter beginnt immer lauter zu ticken. Den Zeitpunkt einer Schwangerschaft hinauszuzögern kann demnach auch die Erfolgsrate mindern. Ebenso vergrößert sich das Risiko von Komplikationen. Bedacht werden muss zudem, dass auch der Mann je älter er wird weniger bewegliche Spermien produziert.

Individuelle Wege
Abgesehen von diesen nüchternen biologischen Aspekten spielt selbstverständlich auch die Persönlichkeit eine Rolle. Somit sind Frauen, die spät ein Kind bekommen meist gelassener, emotional reifer und können auf einen größeren Erfahrungs- und Wissensschatz zurückgreifen. Dies spielt neben der meist finanziell stabileren Situation auch eine positive Rolle. Allerdings kostet eine Spätschwangerschaft ältere Frauen auch mehr Energie. Anfang 20 sind solche Belastungen leichter zu verkraften als mit 40 Jahren. Ebenfalls ist es nicht immer einfach, für beide Seiten, wenn die Mutter beim Abitur des Kindes schon Rentnerin ist. So gibt es immer einige Faktoren, die für oder gegen eine Spätschangerschaft beziehungsweise eine „frühe“ Schwangerschaft sprechen. Sie sollten für sich entscheiden, welche Prioritäten Sie in Ihrer momentanen Lebenslage und in Ihrem Leben generell setzen möchten. Solange Sie das Kind lieben und gut versorgen, wird die Entscheidung immer die richtige sein.