Spanischlehrer werden: Berufsaussichten

Die Chancen, als Spanischlehrer einen Job zu bekommen, richten sich nicht nur nach dem Einstellungsbedarf in den Bildungseinrichtungen.


Die Berufssichten für das Lehramt sind generell düster. Was die Spanischlehrer betrifft, werden laut Prognosen die mittel- und langfristigen Berufschancen in den Schulen als gering eingestuft. Demnach ist auch die Frage zu klären, in welchem Bereich man unterrichten möchte und wo am ehesten Einsatzmöglichkeiten gegeben sind.

In Zeiten der stärkeren beruflichen Mobilität und Globalität spielt auch Spanisch eine wichtige Rolle
Diese Entwicklung lässt auch Spanischlehrer hoffen. Die Beherrschung einer Fremdsprache gehört mittlerweile schon zu den Schlüsselqualifikationen im Berufsleben. Spanisch hat als Weltsprache durchaus ihre Bedeutung. Immerhin sprechen auf der ganzen Welt rund 400 Millionen Menschen Spanisch als Muttersprache und sie ist offizielle Amtssprache in zwanzig Staaten. In öffentlichen Schulen liegt Spanisch nach Englisch, Latein und Französisch momentan an der vierten Stelle. Die mittel- und langfristigen Chancen als Spanischlehrer sind dennoch als gering anzusehen. Obwohl zurzeit an den Gymnasien und Gesamtschulen eher wenige Spanischlehrer vorhanden sind, kommt ein starker Lehrkräftenachwuchs in den nächsten Jahren hinzu. Das niedrige Durchschnittsalter der an den Schulen vorhandenen Lehrkräfte mit dem Fach Spanisch, bedingt weitere geringe Berufsaustritte und wenig Folgebedarf.

Die mittel- und langfristigen Aussichten im Lehrberuf
Die Stellensuche kann für Lehrkräfte künftig unter Umständen schwierig werden. Die quantitative Bedeutung für das Fach Spanisch wird auch in Zukunft an den Primär- und Sekundärstufen als gering eingestuft. Auch für das Lehramt an Berufskollegs werden für Spanischlehrer geringe Einstellungschancen prognostiziert. Hier muss man sich schon in der eigenen Ausbildungszeit nach Ergänzungen oder Alternativen umsehen. Es ist daher ratsam, Lehrbefähigungen für Fremdsprachen ergänzend zu zwei weiteren Lehrbefähigungen zu erwerben. Eine besonders günstige Kombination sind Fremdsprachen mit Sachfächern. Diese Kombinationen ermöglichen auch die Erteilung von bilingualem Unterricht, der voraussichtlich in Zukunft stark an Bedeutung gewinnen wird. Außerhalb des Schuldienstes sind private Institute potentielle Arbeitgeber und auch Privatpersonen nehmen verstärkt Sprachkurse in Anspruch. Möglichkeiten für den Spanischunterricht finden sich auch bei der Nachhilfe, Hausaufgabenbetreuung und Lernhilfe. Innovative Spanischlehrer haben auch Online-Kurse im Angebot.

Welche Fächerkombination bei der Ausbildung
Bei der Zukunftsplanung sollte jedenfalls berücksichtigt werden, dass bei der Ausbildung eine Fächerkombination mit einem gefragten Fach gewählt wird. Damit erhöhen sich für Lehrkräfte mit dem Fach Spanisch die Berufsaussichten im Schuldienst. Der Weg in die Selbstständigkeit ist natürlich auch eine Möglichkeit, die nicht unbeachtet gelassen werden sollte. Insgesamt kann angenommen werden, dass die Jobangebote für Spanischlehrer in Zukunft steigen werden.