Die meisten Verspannungen ergeben sich am Arbeitsplatz, dabei ist es meist gar nicht so schwer einen Spannungskopfschmerz vorbeugen zu können. Zum Beispiel können bereits durch schlechte Beleuchtung, unzureichenden Abstand zum Computerbildschirm oder körperschädigende Sitzpositionen Kopfschmerzen und Rückenschmerzen auftreten, die sich bis in den Kopf ausweiten. Das Büro als Arbeitsplatz wirkt sich bei mangelnder sportlicher Betätigung also oft schädigend auf den Körper aus. Denn oft verbringen wir unwissentlich viele Stunden unseres Arbeitstages in einer ungesunden Körperhaltung.
Was ist Ergonomie?
Ergonomie ist der Begriff für die Wissenschaft, die sich mit der Belastung des Körpers am Arbeitsplatz befasst. Bis heute werden verschiedene Techniken entwickelt, um die Anpassung des Körpers an den Arbeitsplatz zu optimieren. Die Forscher geben unter anderem Tipps, wie zum Beispiel einige kleinere Pausen mit einfachen Streck- und Dehnübungen kombiniert werden können.
Spannungskopfschmerz vorbeugen - durch optimale Stellung des Bildschirms
Bei der Aufstellung des Bildschirms sollte beachtet werden, dass keine Reflexionen, beispielsweise durch schlechte Beleuchtung oder Sonneneinstrahlung entstehen. Um dies zu verhindern, sollte der Bildschirm zwischen zwei Leuchtbänder gestellt werden. Die Blickrichtung des Benutzers liegt idealerweise parallel zum Fenster. Außerdem ist es ratsam, den Monitor nicht auf einen Bildschirmständer zu stellen, da ansonsten die oberste Zeile des angezeigten Bildes über der horizontalen Sehachse liegen würde. Für eine möglichst angenehme Kopfhaltung empfiehlt sich ein Blickwinkel von circa 35° aus der Waagerechten abgesenkt auf den Bildschirm. Zudem ist der Abstand zum Monitor entscheidend. Die Entfernung des Gerätes richtet sich nach der entsprechenden Sehaufgabe und sollte dementsprechend bei einem 17-Zoll-Röhrenmonitor etwa 55 Zentimeter betragen.
Anpassen der Arbeitsfläche
Heutzutage ist in vielen Büros die Höhe der Schreibtische individuell einstellbar. Von dieser Funktion sollte Gebrauch gemacht werden, um eine optimale Sitzhaltung zu garantieren. Falls dies nicht möglich ist, kann alternativ eine Fußstütze eingesetzt werden. Außerdem ist es wichtig, die Arbeitsfläche nicht mit unnötigen Dingen zuzustellen. Oft nehmen Geräte wie Telefon, Tastatur, Maus und Drucker schon einen Großteil der Schreibtischfläche ein. Üblicherweise beträgt eine ausreichende Tischtiefe für einen 17-Zoll-Röhrenmonitor 100 Zentimeter.
Die richtigen Rollen am Stuhl
Nicht selten werden die Auswirkungen von Drehstuhlrollen auf den Körper unterschätzt. Bereits bei der Beschaffung neuer Bürostühle sollte darauf geachtet werden, dass diese mit den richtigen Rollen bestückt sind. Auf hartem Boden sind weiche Rollen von Vorteil. Umgekehrt sind auf weichem Boden harte Rollen empfehlenswert. Werden zum Beispiel harte Rollen auf hartem Boden eingesetzt, kann man schon bei kleineren Bewegungen weit vom Schreibtisch wegrollen. Weiche Rollen haben hier den Vorteil, auf solchem Boden einen besseren Halt zu gewährleisten.
Gesundes Sitzen
Die Beine sollten im Sitzen einen 90-Grad-Winkel bilden. Dies gilt auch für Ober- und Unterarme. Falls Sie durch diese Anpassung des Körpers den Boden nicht mehr mit Ihren Füßen berühren können, sollten Sie den Arbeitstisch in eine angemessene Höhe bringen. Ansonsten können sie auch einen kleinen Fußhocker unter dem Schreibtisch platzieren.
Bei langandauernder, sitzender Tätigkeit ist es besonders wichtig, zwischendurch immer wieder mal aufzustehen und sich zu strecken. Außerdem ist es ratsam, nicht alle Tätigkeiten direkt vom Schreibtisch auszuführen. Eine gute Idee ist es, zum Beispiel den Drucker nicht auf den Tisch zu stellen, sondern ein paar Schritte davon entfernt, sodass Sie „gezwungen“ sind, aufzustehen, um das Papier einzusammeln. Wenn es Ihnen in Ihrem Büro möglich ist, verstellen Sie doch beispielsweise beim Telefonieren die Rückenlehne so, dass sie sich dabei entspannt zurücklehnen können.
Frische Luft tut dem Körper gut
Sogar das Klima im Arbeitszimmer wirkt sich in vielerlei Hinsicht auf den Körper aus. Es sollte täglich regelmäßig im Büro gelüftet werden, um für eine ausreichende Luftfeuchtigkeit zu sorgen. Das Aufstellen von Pflanzen im Büro dient der Klimaverbesserung zusätzlich.
In der kalten Jahreszeit ist es ratsam, ab und zu kurz durchzulüften, um die Wärme nicht vollkommen aus dem Raum zu lassen. Das Fenster sollte daher nicht den gesamten Tag über gekippt sein.
Im Sommer hingegen sollte auf Rollos oder Jalousien zurückgegriffen werden, um die starke Aufheizung der Raumluft einzudämmen.