Sparduschkopf: Einsparmöglichkeiten beim Duschen

Ein Sparduschkopf ist eine sinnvolle Investition für jeden privaten Haushalt, denn er bietet hohes Sparpotential bei moderaten Anschaffungskosten.


Ein deutscher Haushalt bezahlt durchschnittlich 2,13 Euro pro Quadratmeter im Monat für Mietnebenkosten. Einen erheblichen Anteil an der Nebenkostenrechnung nehmen dabei die Kosten für Wasser, Heizung und Warmwasser ein. Duschen, Baden und Körperpflege beanspruchen den überwiegenden Teil des warmen Wassers in einem Haushalt. Etwa 35 Prozent des gesamten Wasserverbrauchs entfallen auf diesen Bereich. Bereits die tägliche Dusche erzeugt in einem Zwei-Personen-Haushalt Kosten von 230 bis 420 Euro pro Jahr, je nachdem, auf welche Art die Wassererwärmung stattfindet. Doch es gibt einfache und günstige Maßnahmen, mit denen große Sparerfolge möglich werden. Eine ist der sogenannte Sparduschkopf.

Unterschiedliche Funktionsprinzipien bei Sparduschköpfen
Die Funktionsweisen von Sparduschköpfen laufen auf zwei Methoden hinaus: Entweder wird der Wasserdurchfluss durch den Sparduschkopf reduziert oder das Wasser wird mittels verschiedener Techniken dergestalt aufbereitet, dass sich trotz verringerten Volumens ein voller Duschstrahl, wie bei einer herkömmlichen Dusche auch, ergibt. Man unterscheidet insgesamt vier verschiedene Funktionsprinzipien:
Duschköpfe, welche den Wasserdurchfluss reduzieren: Die Reduzierung wird durch eine Querschnittsverengung erreicht. Natürlich ist die austretende Wassermenge hier geringer als bei einer herkömmlichen Dusche, jedoch führt dies häufig zu einem schwachen Duschstrahl. Der Einspareffekt geht hier also zu Lasten des “Duschkomforts“.
Sparduschkopf mit Düsentechnik: Das Wasser wird durch eine oder mehrere Düsen geleitet und beschleunigt. Durch die resultierende feine Verteilung entsteht ein „gefühltes“ größeres Volumen. Ein leichter Massageeffekt ist hier angenehme Begleiterscheinung.
Bei der dritten Variante der gängigen Sparduschköpfe wird in jeden einzelnen Wassertropfen jeweils eine kleine Luftblase eingeschlossen. Auch hier wird ein volleres Volumen des Duschstrahls erreicht, welcher aber, im Gegensatz zu einem Sparduschkopf mit Düsentechnik, eher weicher ausfällt.
Die letzte Funktionsvariante schließlich stellen Duschköpfe dar, die den Wasserfluss mit Hilfe einer Düsenstrahlbrause aufbereiten. Nachdem das Wasser durch eine spezielle Düse gepresst wurde, wird es daraufhin auf eine Strahlscheibe geleitet, wobei der Duschstrahl mit Hilfe von Unterdrucktechnik unterbrochen wird. Es entstehen größere Tropfen, die komfortables Duschen ohne Abstriche möglich machen bei gleichzeitig geringem Wasserverbrauch.

Anschaffungskosten und Einsparpotentiale
Natürlich ist Duschen selbst mit herkömmlichen Duschköpfen immer noch wesentlich günstiger als ein Vollbad. Trotzdem belegen Schätzungen, dass bereits ein Zwei-Personen-Haushalt hier jährlich circa 50.400 Liter Wasser und 1.580 Kilowattstunden an Energie benötigt. Mit einem Sparduschkopf bieten sich hier Einsparmöglichkeiten bis zu 60 Prozent.
Sparduschköpfe sind im Handel bereits ab 20 Euro zu haben. Diese Anschaffungskosten amortisieren sich schnell. So liegt die Einsparung eines Zwei-Personen-Haushalts bei Gas und Wasser bei etwa 130 Euro jährlich. Falls das Wasser mittels Strom erwärmt wird, kann man sogar mit einer Einsparung bis zu 225 Euro rechnen.