Schaut man sich um, könnte man meinen, an jeder Ecke warteten Schnäppchen – fast in jedem Geschäft, Café oder Imbiss werden den Kunden Treuekarten, Rabattmarken, Gutscheine oder elektronische Karten angeboten, die alle suggerieren, dass man mit ihnen bares Geld sparen könnte. Doch das stimmt leider nicht immer.
Verschiedene Anreize
Rabattmarken waren schon zu Zeiten des Wirtschaftswunders in den fünfziger Jahren äußerst verbreitet. Nachdem für eine Zeit vor allem die elektronischen Kundenkarten auf dem Vormarsch haben, hat die Wirtschaft gerade die klassische Rabattmarke wiederentdeckt: Egal ob beim Bäcker für Kaffee oder Brot oder beim Friseur für den Haarschnitt – das Prinzip ist immer dasselbe. Man bekommt eine Rabattkarte ausgehändigt und bekommt beispielsweise pro gekauftem Brot einen Stempel. Hat man zehn Stück gekauft, ist das elfte umsonst. Das Ziel ist hier natürlich, den Kunden an das Unternehmen zu binden. Solange man nicht nur aus diesem einen Grund zu genau dem Bäcker oder Friseur geht, sind diese Rabattkarten eine gute Möglichkeit, Geld zu sparen. Sie haben auch einen großen Vorteil im Vergleich zu den elektronischen Karten. Denn durch die Rabattkarten erfährt das Unternehmen nichts über das Kaufverhalten des Kunden.
Treuepunkte sammeln sinnvoll?
Die großen Supermärkte bieten einen Service an, dass man für jeden Einkauf Treuepunkte sammeln kann – pro fünf Euro gibt es einen Punkt. Mit genügend Treuepunkten kann man dann ausgewählte Markenware, von Töpfen über Sportbekleidung bis zu Handtüchern günstiger erwerben, muss aber immer eine Zuzahlung leisten. Sie sollten jedoch das Produkt wirklich benötigen und nicht nur aus Spaß am Sparen die Produkte kaufen. Oft bleibt beim Kunden nämlich ein gutes Gefühl, nachdem er ein vermeintliches Schnäppchen gekauft hat und er denkt, er hätte dabei ordentlich gespart. Nach dem gleichen Prinzip gehen auch die Fast-Food-Ketten vor, die mit Gutscheinen versuchen, Kunden in ihre Schnellrestaurants zu locken. Da diese Aktionen oft zeitlich stark begrenzt sind, gehen manche Leute nur deswegen dort essen, um nicht das Gefühl zu haben, ein gutes Angebot verpasst zu haben. Doch sollte man immer im Kopf haben, dass man dazu verleitet werden soll, etwas zu kaufen, was man nicht braucht.
Schnäppchen sind möglich
Generell können Gutscheine und Rabattkarten jedoch wirklich dabei helfen, Geld zu sparen – solange man sich nicht verleiten lässt, zuviel oder unnütze Dinge zu kaufen. Findet man im Internet Gutscheine, sollte man jedoch gut aufpassen. Oft muss man hier nämlich persönliche Daten angeben – und das wird von vielen Verbraucherschützern als problematisch angesehen. Schauen Sie sich lieber nach Gutscheinen in Wochenblättern oder in Werbeprospekten um.