Spargelanbau: So wächst der Spargel im Garten

Der Spargel gehört zur Familie der Liliengewächse und ist eine einkeimblättrige, mehrjährige Staude, die vorwiegend unterirdisch wächst.


Die Spargelpflanze kann eine Höhe von bis zu zwei Metern erreichen und wächst bevorzugt auf lockeren, warmen Sandböden, ohne jeglichen Schatten. Man unterscheidet rund 100 Spargelarten, von denen der so genannte „Asparagus officinalis“ am häufigsten in unseren Breitengraden vertreten ist.
Auch wenn der Spargelanbau für Hobbygärtner viel Aufwand bedeutet, so ist das Ergebnis der Ernte meist Belohnung genug. Als Neuling beginnt man am besten mit dem Grünspargel, denn dieser wächst über der Erde und muss bei der Ernte lediglich abgeschnitten werden. Jedoch sollte man den Pflanzen drei Jahre Zeit geben, um sich ausreichend entwickeln zu können. Anfänger erfahren hier nun wertvolle Tipps zum Thema Spargelanbau.

Der erste Schritt: Vorbereitung
Die ideale Pflanzzeit liegt je nach Wetterverhältnissen zwischen März und April. Bevor man sich jedoch an das Einsetzen der Jungpflanzen machen kann, sollte man im ersten Jahr den Boden vorbereiten, dass bedeutet, ihn mit einer Hacke umpflügen und einen etwa 30 Zentimeter tiefen und 50 Zentimeter breiten Graben anlegen, in den später die Pflänzchen eingesetzt werden. Man vermengt dann die ausgehobene Erde mit organischem Dünger, wie beispielsweise Kompost. Diese Mischung findet in den späteren Phasen des Spargelanbaus noch öfters Verwendung.

Der zweite Schritt: Das Pflanzen
Der Spargelanbau ist wohl die aufwendigste aller Gartenarbeiten. Die Jungpflanzen werden nun etwa 30 Zentimeter tief und ebenso breit in den gelockerten Humus gesetzt und anschließend 5 Zentimeter hoch mit der angereicherten Erde bedeckt. Der Abstand zur nächsten Spargelwurzel sollte mindestens 40 Zentimeter betragen, damit jede sich ausreichend entfalten kann. Wichtig ist, dass sich der Anbauplatz in sonniger Lage befindet.

Pflege, Pflege, Pflege
Ein zufrieden stellendes Ergebnis erfordert zunächst eine umfassende Pflege. Selbstverständlich müssen die Pflänzchen von Unkraut befreit und gewässert werden. Aber auch der Boden sollte in den folgenden Jahren regelmäßig und vorsichtig mit einer Gartenhacke aufgelockert werden, um für eine bessere Luftzufuhr der Wurzeln zu Sorgen. Im zweiten Jahr nach dem Einsetzen der Pflanzen muss der Graben mit dem nährstoffreichen Erdgemisch aufgefüllt werden. Während den Wartejahren wird, meist Ende November, das welk gewordene Spargelstroh entfernt, denn erst zu diesem Zeitpunkt sind die notwendigen Nährstoffreserven in den Wurzeln gespeichert.

Am Ende: Die Ernte
Die ideale Erntezeit liegt zwischen Mai und Mitte Juni. Der Grünspargel wird im Gegensatz zu seinem weißen Pendant nicht gestochen, sondern mit einem Messer bodennah abgeschnitten, da er überirdisch wächst. Ob die Spargelstangen dick oder dünn sind, sagt nichts über deren Geschmack aus. Wie auch immer das Ergebnis des ersten eigenen Spargelanbaus aussieht, der Genuss dieser Delikatesse bleibt derselbe!