Sparlampe: Die Nachteile der neuen Energieverordnung aus Brüssel

Ist die neu eingeführte Sparlampe wirklich so vorteilhaft, wie die Kommission der Europäischen Union in Brüssel es behauptet hat?


Am 18.März 2009 verabschiedete die EU-Kommission zwei Verordnungen, die nicht alle glücklich gemacht haben. Glühlampen sollten aus dem häuslichen, wie auch aus dem öffentlichen Gebrauch verschwinden und zwar für immer.
Die Kommission bejubelte diese Maßnahme, nannte sie einen "Durchbruch", auch wenn die Verordnungen auf eine menge Widerstand getroffen sind.
Ist es wirklich positiv zu sehen, wenn den Bürgern Sparlampen aufgezwungen werden? Ist das nicht sogar ein Eingriff in die persönliche Entscheidungsfreiheit? Doch am wichtigsten sollte sein, ob diese neuen Sparlampen wirklich mit den Glühlampen mithalten können.

Problematik schon im Ansatz
"Zum Schutz der Umwelt", so hieß es. Durch die Energiesparlampen soll bis zum Jahr 2020 eine Energieeinsparung von nahezu 80 Terawattstunden erreicht werden. Hört sich vielleicht gut an, ist aber nicht realitätsnah. Daher wird den EU-Bürgern mehr versprochen als überhaupt möglich ist.
Die 11 Milliarden Euro die durch die neuen Lampen eingespart werden sollen, sind deshalb auch nicht ernst zu nehmen. Letztendlich haben die Kommission und die Lobby der Leuchtmittel-Hersteller den Mund etwas zu voll genommen.

Direkte Nachteile durch die Energiesparlampen
Nicht nur dass sie Quecksilber in sich bergen, was sich eigentlich belastend auf die Umwelt auswirkt, haben Sparlampen zudem ein völlig anderes Farbspektrum als Glühlampen. Viele der neuen Lampen haben eine deutliche Schwäche in der Wiedergabe von Rottönen, was das häufig auftretende bläulich matte Licht der Lampen erklärt. Energiesparlampen brauchen außerdem eine gewisse Anlaufzeit um ihre volle Leuchtkraft zu erreichen und dazu müssen sie noch für einige Zeit brennen, damit sie sich auf Hinblick der Energieeinsparung überhaupt lohnen.
Man kann sie auch nicht einfach in die Mülltonne werfen, aufgrund des enthaltenen Quecksilbers. Deswegen muss man sie bei der Sondermüllannahme entsorgen.

Privatsphäre der Bürger wird angegriffen
Eigentlich sollte man doch meinen, dass man selbst entscheiden kann welches Licht im eigenen Heim leuchten soll. Doch wie es scheint, möchte die EU-Kommission den 500 Millionen Verbrauchern der EU die Sparlampe aufzwingen.
Das ist ein tiefer Eingriff in die Privatsphäre jedes Bürgers und ist kontraproduktiv gegenüber dem umweltaktivistischen Denken. Anstatt den Verbrauchen die Sparlampe lukrativ zu machen und damit auch das Umweltdenken anzureizen, wird schlicht und ergreifend befohlen.
Am Ende sind es deshalb die einfachen Bürger, die die Nachteile ertragen müssen.
Es ist also verständlich, warum die Verordnung der EU-Kommission auf so viel Widerstand getroffen ist. Jedoch ist es bereits beschlossen und nun muss man sich damit abfinden, demnächst der Glühlampe auf wiedersehen zu sagen. Doch der Trost bleibt, dass die Zukunft bessere Sparlampen mit sich bringt, vielleicht sogar welche die keine Anlaufzeit mehr brauchen und genau so hell und schön scheinen wie die Glühlampen.