Sparpläne helfen, für das Alter zusätzlich vorzusorgen

Sparpläne können die Rente aus der gesetzlichen Rentenversicherung ergänzen. Es gibt vier verschiedene Sparmöglichkeiten. Hier erfahren sie mehr über diese vier Methoden.


Sparpläne sind eine beliebte Möglichkeit, um die Rente aus der gesetzlichen Rentenversicherung zu ergänzen - und weit lukrativer als die Sofortrente. Es gibt vier verschiedene Sparformen. Die Renditeaussichten und Förderungsmöglichkeiten durch den Staat sind unterschiedlich. Lesen Sie hier , worauf es bei den vier Sparmöglichkeiten ankommt.

 

 

1. Prämiensparen von der Bank
Prämiensparen ist eine sehr sichere, aber uneffektive Form, die Vermögenswirksamen Leistungen anzulegen. Es gibt keine staatliche Förderung, und der durchschnittlich zu erzielende Zins liegt bei mageren 2 bis 2,5 Prozent. Am Ende der Laufzeit wird bei den meisten Banksparplänen eine Sonderprämie gezahlt, die den durchschnittlichen Zins aber nur unwesentlich erhöht. Diese Sparform ist nicht empfehlenswert.

2. Lebensversicherungen
Lebensversicherungen sind ebenfalls eine sehr sichere und bei den meisten Menschen beliebte Sparform. Auch sie werden staatlich nicht gefördert und sind zudem sehr unflexibel. Es sind relativ lange Laufzeiten nötig. Oft ist es nicht möglich, vorzeitig an sein erspartes Geld zu gelangen. Darüber hinaus sind die Gewinnaussichten unberechenbar, denn die Überschussbeteiligungen, die der Versicherer nach Ende der Laufzeit an den Versicherten auszahlt, sind nicht festgelegt und können enttäuschend niedrig ausfallen. Lebensversicherungen sind deshalb ebenfalls nicht als Sparform zu empfehlen.

3. Bausparverträge
Bausparverträge sind eine sehr sichere Sparform. Nach Abzug aller Kosten (Abschlussprämie, Kontoführungskosten) liegt der erzielbare Zins bei dieser Sparform aber nur bei etwa 2,5 Prozent. Der Staat zahlt nach Ende der Laufzeit eine 10 prozentige Förderung pro Jahr (bis zum Förderhöchstbetrag), die dem Sparer gutgeschrieben wird. Will der Sparer aber vorzeitig an sein Geld, fällt diese Förderung aus. Die Renditechancen sind auch hier nicht übermäßig groß, so dass Bausparverträge auch nur bedingt zu empfehlen sind.

4. Investmentfonds als Sparpläne
Bei Investmentfonds ist eine 20 prozentige Förderung vom Staat möglich, allerdings muss es sich um einen Fonds handeln, der für Vermögenswirksame Leistungen geeignet ist. Die Renditechancen sind beachtlich. Bis zu 10 Prozent im Jahr sind möglich. Der Nachteil ist das steigende Verlustrisiko, da Investmentfonds von Kursschwankungen des Aktienmarktes abhängig sind. Entsprechend eignen sich Investmentsfonds für längere Laufzeiten und werden mit zunehmender Spardauer sicherer. Wer am Ende der Sparzeit Geld benötigt und sein Investmentdepot unbedingt verkaufen muss, kann unter Umständen Probleme bekommen, nämlich dann, wenn zu diesem Zeitpunkt die Aktienkurse niedrig sind. Diese Form der Geldanlage ist wegen der Rentabilität und Flexibilität empfehlenswert und auch wegen der staatlichen Fördermöglichkeit interessant. Allerdings wegen des Verlustrisikos für auf Sicherheit bedachte Sparer nicht die geeignete Anlageform.

 

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