Spastische Bronchitis: Symptome und Behandlung

In der Winterzeit häufen sich die Atemwegsinfekte insbesondere bei älteren Menschen, Kindern und Allergikern. Die Symptomatik einer spastischen Bronchitis entspricht der einer Erkältung. Die Erkrankung sollte jedoch auf keinen Fall auf die leichte Schulter genommen und medikamentös behandelt werden.


Die spastische Bronchitis zeigt sich in einer Vielzahl von Symptomen, wobei nicht immer alle Symptome vorhanden oder gleich stark ausgeprägt sind. Besonders bei Kindern kann sich die Symptomatik anders zeigen als bei Erwachsenen. Neben bewährten Hausmitteln zur Behandlung der Erkrankung ist ein Arztbesuch in jedem Fall angeraten.

Symptome der spastischen Bronchitis

  • Spastische Bronchitis hat den Husten als Leitsymptom. Durch die gereizten Bronchien entsteht am Anfang der Erkrankung ein trockener Husten ohne Auswurf, im weiteren Verlauf kommt es durch vermehrte Schleimproduktion in den Bronchien zu einem produktiven Husten. Durch die begleitende Spastik der Bronchien fällt es den Patienten schwer, den Schleim abzuhusten.
  • Als Begleiterscheinung treten Schmerzen der Atemhilfsmuskulatur auf, die sich wie ein Muskelkater der Zwischenrippenmuskulatur und Bauchmuskulatur anfühlen. Durch die Spastik können zudem ähnlich wie bei einem Bronchialasthma laute Atemgeräusche, Giemen oder Pfeifen zu hören sein. Die Kurzatmigkeit, die durch die Verengung der Bronchien entsteht, wird oftmals außerdem von Fieber begleitet.
  • Weitere Symptome der Erkrankung sind ein ausgeprägtes Krankheitsgefühl mit Beschwerden, die einer Erkältung gleichen: Gliederschmerzen, Abgeschlagenheit, Kopfschmerzen und allgemeine körperliche Schwäche. Leidet der Patient unter anderen Grunderkrankungen wie beispielsweise Herzerkrankungen, können diese verstärkt Beschwerden verursachen.

Welche Therapie hilft?

  • Ein Patient mit Bronchitis kommt um einen Arztbesuch nicht herum, denn spastische Bronchitis muss medikamentös behandelt werden. Je nachdem, ob die Infektion durch Viren, Bakterien oder Pilze verursacht wurde, werden die Erreger mit entsprechenden Medikamenten bekämpft.
  • Zudem werden Medikamente verabreicht, die die Schleimhäute abschwellen lassen und den Schleim verflüssigen, sodass er leichter abgehustet werden kann. Hustenblocker sollten übrigens vermieden werden, da der Patient den Schleim unbedingt abzuhusten muss. Der Hustenreiz sollte entsprechend nicht unterdrückt werden, denn wenn Sekret in der Lunge verbleibt und einen Nährboden für Erreger bildet, droht die Gefahr einer Lungenentzündung.
  • Die Medikamente erweitern die verengten Bronchien und sorgen dafür, dass der Patient wieder besser Luft holen kann. Eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr ist dabei enorm wichtig. Der Patient sollte mindestens zwei bis drei Liter Wasser oder Tee über den Tag verteilt trinken. Milchhaltige Speisen oder Getränke sollten vermieden werden, da sie die Schleimbildung verstärken können.
  • Inhalationen können zusätzlich helfen, die Atemwege zu beruhigen. Der Patient sollte jedoch von Inhalationen mit ätherischen Ölen absehen, da diese die Atemwege reizen. Fieber kann mit Wadenwickeln gesenkt werden.
  • Wer unter Allergien oder Asthma leidet, hat eine höhere Disposition, an einer spastischen Bronchitis zu erkranken, da die Lunge und das Immunsystem anfälliger für Infekte sind. Spastische Bronchitis sollte unbedingt vollständig auskuriert werden, da daraus andernfalls eine chronische Erkrankung entstehen und die Lunge dauerhaften Schaden nehmen kann.