Speicheldrüsenentzündung: Hinweise für Betroffene

Die Speicheldrüsenentzündung, auch Mumps genannt, ist eine Viruserkrankung gekennzeichnet durch Schwellungen der Ohrspeicheldrüse und der Speicheldrüse unter dem Kiefer.


Gelegentliche Komplikationen sind Meningitis (Entzündung der Membranen um das Gehirn) und Pankreatitis (Entzündung der Bauchspeicheldrüse), aber diese Komplikationen beheben sich in der Regel von selbst, ohne irgendwelche negativen Auswirkungen zu haben.

Ursachen und Risikofaktoren von Mumps
Mumps tritt am häufigsten bei Kindern im Alter von zwei bis zwölf Jahren auf, obwohl ungeimpfte Erwachsene auch empfänglich sind. Menschen mit Mumps sind für etwa eine Woche vor und zwei Wochen nach Einsetzen der Symptome ansteckend. Die Symptome treten etwa zwei bis drei Wochen nach der Infizierung mit dem Virus ein. Die Art der Übertragung findet durch den direkten Kontakt mit der Infizierten Person oder durch Tröpfchenübertragung in der Luft statt.

Symptome der Speicheldrüsenentzündung
Wundheit oder Schwellung der Ohrspeicheldrüse auf einer oder beiden Seiten. Schmerzen beim Öffnen des Mundes oder beim Schlucken. Das Fieber dauert meistens ca. zwei bis drei Tage an. Muskelkater, Apettitlosigkeit und Kopfschmerzen sind ebenfalls typische Symptome. Ohrenschmerzen erschweren das Kauen. Bei Männern und heranwachsenden Jungen finden Schwellungen in einem oder beiden Hoden statt (was oftmals nach vier Tagen nachlässt). Abneigung gegen Licht und Nackensteifheit sind ebenfalls typisch. Schmerzen im Unterleib bei Frauen, obwohl es sehr unangenehm ist. Ist eine Speicheldrüsenentzündung meistens harmlos und die Symptome klingen oftmals innerhalb von 10 Tagen wieder ab. Viele Kinder die an einer Speicheldrüsenentzündung erkranken haben überhaupt keine Symptome. Ein Antikörper Test, kann eine sichere Diagnose liefern, dafür wird eine Blutabnahme benötigt.

Behandlung von Mumps
Die Behandlung umfasst Analgetika zur Schmerzlinderung, Antipyretika bei Fieber und eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr ist notwendig um Austrocknung und Apettitlosigkeit zu verhindern. Wenn der Patient nicht im Stande ist zu schlucken, kann Flüssigkeitsersatz intravenös dem Patienten zugeführt werden. Paracetamol oder Ibuprofen werden üblicherweise verwendet um das Fieber zu senken und um die Schmerzen zu lindern. Bettruhe ist für die Dauer des Fiebers unumgänglich und strengstens zu empfehlen. Eispackungen und Heizkissen können die Schmerzen der geschwollenen Drüsen lindern. Für Männer mit Orchitis können die Ärzte stärkere Schmerzmittel sowie Kortikosteroide verschreiben, um die Entzündung zu verringern und den Schmerz zu lindern.