Speichelsteine - Was das ist und wie man es behandelt

Speichelsteine sind eine relativ häufige und schmerzhafte Erkrankung der Speicheldrüsen, meist gefolgt von einer sekundären Entzündung.


Ungefähr 1,2% der Bevölkerung sind betroffen, jedoch wissen viele nicht einmal von der Existenz dieser lästigen Übeltäter. Es handelt sich um meist nur millimetergroße Steinchen, welche jedoch auch eine Größen von mehreren Zentimetern erreichen können. Der genaue Grund ihrer Entstehung ist bisher noch nicht bekannt, jedoch scheint eine erhöhte Kalzium Konzentration ihre Entstehung zu begünstigen. Die Ablagerung von Kalzium führt zu der Bildung von verhärteten Steinchen, welche dann meist in den kleineren Gängen der Drüsen für Verstopfungen sorgen. Am sensibelsten scheinen dabei die Speicheldrüsen im Unterkiefer zu sein, welche in 80% der Fälle betroffen sind. Die restlichen Ablagerungen sind in den Ohr- und Unterzungenspeicheldrüsen zu finden. Die Verstopfungen der Drüsen begünstigen das Entstehen von Entzündungen, was die schmerzhaften Symptome von Speichelsteinen erklärt.

Die Behandlung von Speichelsteinen

  • Vor circa 10 Jahren noch, mussten die meisten Steinchen, mangels alternativer Methoden, operativ entfernt werden. Eine Operation birgt jedoch immer ein gewisses Risiko für den Patienten. Heutzutage gibt es jedoch neue Verfahren, mit denen versucht werden kann, die Speichelsteine ohne Operation zu entfernen.
  • Dies gelingt jedoch nicht immer und bei wiederholtem Misserfolg muss trotzdem über einen Eingriff nachgedacht werden. Eine Alternative zur Operation ist zum Beispiel die Stoßwellentherapie, eine nicht invasive Mobilisierung der Steine. Diese Form der Therapie ist meist komplett schmerzfrei, und erfordert nur in seltenen Fällen eine örtlich Betäubung. Im Gegensatz zur Operation entstehen durch die Stoßwellentherapie weder Narben noch Verletzungen.

Vorbeugen ist besser als behandeln!

  • Menschen mit einem erhöhten Risiko, können durch gezielte Methoden die Chance auf Ablagerungen verringern. Wer viel trinkt und besonders auf seine Mundhygiene achtet, verdünnt den Speichel und verhindert Entzündungen. Auch Mundwasser kann eine gute vorbeugende Maßnahme gegen Entzündungen sein.

Wer hat ein erhöhtes Risiko?

  • Menschen mit eher zähflüssigem Speichel, neigen eher zu Ablagerungen, da Teilchen nicht einfach aus den Drüsen gespült, sondern langsam hindurchgeschoben werden. Wenn ein zäher Speichel auffällt, sollte besonders viel getrunken werden und eventuell ein Arzt zum Ausschließen anderer Erkrankungen konsultiert werden.
  • Auch sind Menschen mit einer Vorgeschichte von Nieren- oder Gallensteine und auch Diabetespatienten anfälliger für Speichelsteine. Wenn das individuelle Risiko festgestellt ist, kann der Betroffene im Ernstfall schnell reagieren und somit eine Operation möglicherweise verhindern.