Speichertechnik - Wärme effizient nutzen

Speichertechnik gleicht unterschiedliche Leistungen von Wärmequellen aus und sorgt für einen effizienten Umgang mit Energie.


Der verstärkte Einsatz von Speichertechnik folgt dem Zwang zu immer verantwortungsvollerem Umgang mit Ressourcen und der Umwelt. Kam es früher primär auf die effektive Nutzung der Wärmeenergie an, so stehen besonders bei Nutzung regenerativer Energie- und Wärmequellen Effizienzgesichtpunkte viel stärker im Fokus.

Funktionsprinzip der Speichertechnik
Eine Heizungsanlage soll gleichmäßig arbeiten, das heißt ohne zeitliche Unterbrechung und mit gleichmäßiger Temperatur. Viele Heizungen, zum Beispiel in Verbindung mit solarer Warmwassererzeugung, haben aber heutzutage keine gleichmäßig liefernde Energie- bzw. Wärmequelle mehr. Allgemein gesagt, gleicht Speichertechnik Unregelmäßigkeiten in der Wärmeversorgung einer Heizungsanlage aus. Solche Unregelmäßigkeiten können Ausfall- bzw. Unterbrechungszeiten in der Wärmeversorgung sein oder die Temperatur der Wärmequelle schwankt stark oder die Wärmeversorgung kommt gleichzeitig aus mehreren unterschiedlich arbeitenden Wärmequellen. Der Wärmespeicher nimmt dann nach dem Prinzip eines Akkus die Wärme auf, wenn sie anfällt, speichert sie zwischen und gibt sie unterbrechungsfrei ab. Als Speichermedium dient meistens Wasser, zum Teil auch in Kombination mit anderen Materialien. Das Wasser befindet sich in einem Tank, der besonders stark wärmeisoliert ist, um Wärmeverluste so weit wie eben möglich zu vermeiden.

Typische Anwendungen
Je nach Sonneneinstrahlung erzeugen thermische Solaranlagen die Wärme zeitlich stark schwankend. Eine Raumheizung soll die Heizwärme aber zeitlich sehr gleichmäßig abgeben. Hier wird Speichermanagement eingesetzt, um die zeitlichen Schwankungen der Wärmeversorgung auszugleichen. Besonders effiziente Heizungsanlagen nutzen mehrere alternative Wärmequellen. Die unterschiedlichen Quellen liefern dann Wärme mit sehr komplexen zeitlichen und thermischen Schwankungen. Egal wann und mit welcher Temperatur die Wärme anfällt, harmonisiert moderne Speichertechnik auch eine solche Vielfalt unterschiedlicher Wärmequalitäten. In der Industrie fällt Abwärme mit sehr unterschiedlichen Temperaturen an. Speichermanagement sorgt dann dafür, dass Wärme auch mit unterschiedlichsten Temperaturen aufgenommen und im Wärmespeicher auf ein einziges Temperaturniveau gebracht werden kann. Auch der Verschleiß von Wärmepumpen kann durch Speichertechnik deutlich verringert werden. Eine Wärmepumpe muss schon nach geringem Temperaturabfall der Heizungsanlage "nachpumpen", um die Temperatur wieder anzuheben. Das führt zu häufigem Ein- und Ausschalten der Pumpe, was den Verschleiß stark erhöht. Mit zwischengeschalteter Speichertechnik, können die Wärmepumpen längere Zeit ohne Unterbrechung laufen und halten länger.