Der Speiseröhrenkrebs wird in zwei verschiedene Arten unterteilt. In 80-85 % der Neuerkrankungen handelt es sich um ein Plattenepithelkarzinom. Das ist der Fall, wenn es zu einer bösartigen Neubildung der Schleimhaut kommt. Bei einem Adenokarzinom, der anderen Form des Speiseröhrenkrebses, beginnt das Drüsengewebe bösartig zu wuchern. Leider können beide Speiseröhrenkrebsarten auf Nachbarorgane übergreifen. Dabei entstehen vorwiegend in den Lymphknoten Metastasen (Tochtergeschwülste), aber auch bis in die Leber, Lunge, Knochen oder Gehirn kann der Speiseröhrenkrebs streuen.
Männer im Alter zwischen 50 und 60 Jahren erkranken in der Regel zwei bis drei Mal häufiger an Speiseröhrenkrebs. Die Zahl der Neuerkrankungen hat laut des Krebsregisters beim Adenokarzinom in den letzten 10-15 Jahren zugenommen, wobei sie beim Plattenepithelkarzinom gleich geblieben ist.
Als Ursachen, die das Risiko an Speiseröhrenkreb zu erkranken erhöhen, wird der Konsum von Zigaretten und Alkohol angegeben. Besonders dann, wenn man beides in gesteigerter Form tut. Auch scharf gewürzte Speisen, heiß genossen, können eine Ursache sein. Speiseröhrenkrebs kann aber auch als Folge einer gastro-ösophagealen Refluxkrankheit auftreten, da diese als Vorstufe eines Adenokarzinoms zu betrachten ist.
Wie bei anderen Krebsarten auch zeigt der Speiseröhrenkrebs anfangs nahezu keinerlei Symptome. Allerdings kommt es im fortgeschrittenen Stadium des Speiseröhrenkrebses zu einem Druckgefühl hinter dem Brustbein, was auch von Erbrechen mit Blut begleitet werden kann. Auch Heiserkeit und Schluckbeschwerden treten dann auf.
Gute Heilungschancen entstehen durch die vollständige Entfernung des Speiseröhrenkrebses. Je nachdem wo der Tumor sitzt und wie groß er ist, kann es auch zu einer kompletten Entnahme der Speiseröhre kommen. In diesen Fällen wird der fehlende Schlauch durch den Anzug des Magens ersetzt. Hierbei kommt es zu einem Magenhochzug. Wenn sich aber der Speiseröhrenkrebs auf der Oberfläche der Schleimhaut befindet, kann man ihn entweder endoskopisch oder durch eine Lasertherapie entfernen.